Archäologen werden in Baugrube fündig
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Eine tiefe Baugrube weist die Baustelle an der Zuhornstraße auf, mitten in einem historischen Wohnquartier der östlichen Altstadt. Später soll hier ein neues Wohnhaus gebaut werden. Sauber freigelegt, dokumentiert und kartiert werden die Funde durch die Archäologen.
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Zu den erstaunlichen Entdeckungen zählen vor allem Mauernbefunde eines Gebäudes, das um 1700 abgerissen worden sein dürfte. Dies könne anhand einer Münze bestimmt werden, die in den Fundamenten entdeckt wurde und von den Archäologen in dieser Zeit chronologisch eingeordnet wurde. „Demnach müsste das Gebäude älter sein“, sagt Andreas Wunschel von der LWL-Archäologie für Westfalen.

Prospektionsgrabung gibt Aufschluss

Die Methode, mit der die Ausgrabung durchgeführt wurde, nennt sich Prospektionsausgrabung. Hierbei kann mithilfe einzelner Grabungsschnitte, auch Prospektionsschnitte genannt, die Befundtiefe und -konzentration besser abgeschätzt werden, erklärt Wunschel. So sei eine Baugrube freigelegt worden, die die Gebäudefundamente umgebe und auch aus der Errichtungszeit des Gebäudes stamme, wie die Archäologen feststellten.

Zudem konnten Gruben mit Brandschutt erfasst werden. Dieser Schutt bestehe unter anderem aus Fragmenten verziegelter Wandverkleidungen aus Lehm sowie Holzkohle. Auch eine Holzkohleschicht konnte festgestellt werden, die laut den Archäologen von Brandereignissen an dem Gebäude stammen könnten.

Datierung ist nicht einfach

Es sei jedoch schwierig diese Ereignisse genau zu datieren. „Die Holzkohleschicht entstand wohl vor 1700 und ist nach dem Ende des Hoch- / Spätmittelalters anzusetzen“, wie die Archäologen vermuten. Weitere Gruben wurden nachgewiesen, die mit Fundmaterial verfüllt wurden, das jedoch aus dem Hoch-/Spätmittelalter stamme.

Weiterer Bericht über die archäologischen Erkenntnisse über das Wohnviertel in der östlichen Altstadt in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom 22. Februar.

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