Niehoff baut neues Logistik-Zentrum
Auf dem Reißbrett ist sie schon fertig, die neue Lagerhalle von Niehoff Sitzmöbel. In neun Monaten soll das Gebäude mit einer Grundfläche von 10 000 Quadratmetern dann tatsächlich am Freckenhorster Groneweg stehen und eine neue Logistik-Ära des Unternehmens einläuten.

Möglichst noch in diesem Monat, spätestens aber im März, sollen die Arbeiten am Groneweg starten. Das Gesamtvolumen der Investition liegt bei etwa zehn Millionen Euro – Niehoff setzt ein klares Zeichen in Richtung Wachstum. „Hinter uns liegt eine intensive Planungsphase, jetzt wird es ernst“, erläutert der geschäftsführende Gesellschafter Bernd-Theo Niehoff im Gespräch mit der „Glocke“. Ziel der Maßnahme sei es vor allem, die Logistikprozesse künftig deutlich schneller und effizienter abwickeln zu können. Bisher habe sich das Lager des Unternehmens an zwei verschiedenen Standorten befunden, die nun an einem Ort zentral zusammengeführt würden. Damit wird nicht nur der bislang tägliche Pendelverkehr mit Lkw zwischen den beiden Standorten erheblich reduziert.

Auch der stetige Ausbau des Sortiments des Unternehmens mit seinen mittlerweile mehr als 400 Mitarbeitern mache eine logistische Neuausrichtung ebenso nötig wie stetig steigende Ansprüche an die Versandabwicklung.

Das neue Logistikzentrum wird eine Grundfläche von 10 000 Quadratmetern aufweisen und aus einem Hochregallager für Europaletten, einem Regallager für große Tische mit zahlreichen Stellplätzen sowie einem Kommissionierbereich bestehen.

Das insgesamt zwölf Meter hohe Gebäude wird nach der Fertigstellung zusammen mit den bereits bestehenden Hallen am Groneweg über eine Lagerkapazität von 30 000 Quadratmetern verfügen. „Das sind 25 Prozent mehr als bisher an beiden Standorten zusammen“, freut sich Bernd-Theo Niehoff. Die vorgesehene Bauzeit betrage rund neun Monate, so dass der Umzug noch in diesem Jahr, voraussichtlich im November, vonstatten gehen könne. Die Abrissarbeiten für die in die Jahre gekommenen Gebäude am Groneweg laufen derzeit auf Hochtouren, sodass der Neubau beginnen kann, sobald die entsprechende Genehmigung des Bauamts der Stadt Warendorf vorliegt. „Wir rechnen kurzfristig mit diesem Bescheid“, so Niehoff.

Die Pläne für die neue Lagerhalle wurden von einem Spezialisten für Logistikimmobilien erstellt. Sie sehen unter anderem vor, dass künftig an 20 Rampen gleichzeitig be- und entladen werden kann. Auf dem Dach des Gebäudes wird eine große Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 750 kWp installiert, die die Halle und die zahlreichen Gabelstapler künftig mit „sauberer“ Energie versorgt. Zusätzlich werden Ladestationen für Elektroautos aus dieser Anlage gespeist. Bernd-Theo Niehoff geht davon aus, dass die Entscheidung für die kräftige Investition nicht nur die bisherigen Arbeitsplätze an den vier Unternehmensstandorten noch sicherer machen wird, sondern auch Neueinstellungen vorgenommen werden können: „Es ist angesichts der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt derzeit nicht immer leicht, entsprechendes Personal zu finden. Ich bin aber zuversichtlich, dass uns dies gelingen wird.“

Der Neubau ist für die Niehoff-Unternehmensgruppe, die seit 1978 ein Begriff für hochwertige Speisezimmer und seit 2013 unter der Marke „Niehoff Garden“ moderne Gartenmöbel anbietet, eine Investition in die Zukunft und ein Bekenntnis zum Standort Freckenhorst.

„Logistik wird immer mehr zu einem wesentlichen Erfolgsfaktor am Markt. Das neue Lager wird unsere gesamte Lieferkette beschleunigen, was letztlich allen Beteiligten, dem Unternehmen, seinen Mitarbeitern und vor allem auch den Kunden, zugute kommt“, blickt Bernd-Theo Niehoff in eine positive Unternehmenszukunft voraus.

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