Unfall: Gesuchter Fahrer meldet sich
Foto: Feuerwehr Warendorf
Total zerstört und in mehrere Teile gerissen wurde am späten Mittwochabend der Audi, mit dem der 19-jährige Ahlener und sein 36-jähriger Beifahrer offensichtlich viel zu schnell auf der Landesstraße 547 kurz vor dem Ortseingang Freckenhorst unterwegs waren. Der Fahrer eines anderen Autos, den die Polizei im Zusammenhang mit dem Unfall -ob als Zeuge oder Beteiligter, ist noch nicht klar- gesucht hatte, hat sich freiwillig gemeldet, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitagmorgen mit.
Foto: Feuerwehr Warendorf

In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster und der Kreispolizeibehörde Warendorf zu dem Unfall, bei dem am Mittwochabend zwei Männer gestorben waren, hieß es am Freitagmorgen, dass sich der mutmaßliche Fahrer des gesuchten Autos selbst am Donnerstag bei der Polizei in Warendorf gemeldet hatte. Aktuell werde ermittelt, ob er in Verbindung mit dem Unfall steht oder nicht.

Wie berichtet, hatten Zeugen geäußert, sie hätten ein zweites Auto gesehen, das zu dem verunglückten Audi gehört haben könnte. Da die Polizei nicht ausschließen konnte, dass es sich um ein illegales Autorennen gehandelt haben könnte, wurde nach dem vage beschrieben Fahrzeug beziehungsweise dessen Fahrer gesucht.

Zwei Menschen sterben am Unfallort

Am späten Mittwochabend waren zwei Menschen bei dem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 547 zwischen Freckenhorst und Hoetmar ums Leben gekommen. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Seelsorger waren im Einsatz.

Wie die Polizei am frühen Donnerstagmorgen mitteilte, war am Mittwoch gegen 22.35 Uhr von mehreren Zeugen ein Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem querenden landwirtschaftlichen Fahrzeug mit Anhänger auf der L 547 südlich von Freckenhorst gemeldet worden.

Fahrzeug wird komplett zerstört

Der Audi wurde bei dem Aufprall auf die

Strohpresse komplett zerstört, und die beiden männlichen Pkw-Insassen dabei tödlich verletzt. Es handelt sich um einen 19-Jährigen aus Ahlen und einen 36-jährigen Serben ohne Wohnsitz in Deutschland.

Die 57-jährige Warendorferin, die den Traktor steuerte, wurde leicht verletzt und erlitt einen Schock. Sie und die Zeugen wurden an der Unfallstelle durch Notfallseelsorger betreut. Für die beiden Pkw-Insassen kam hingegen jede Hilfe zu spät.

Ein Gutachter soll die Unfallursache ermitteln

Die Zeugen berichteten, kurz vor Erreichen der späteren Unfallstelle von dem Audi mit hoher Geschwindigkeit überholt worden zu sein. Zur weiteren Beurteilung des Unfallgeschehens wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Münster ein Gutachter hinzugezogen. 

Der Löschzug Freckenhorst der Feuerwehr Warendorf unterstützte die Maßnahmen von Polizei, Rettungsdienst und Gutachter. 

Die Sperrung der L 547 dauert noch bis in die frühen Morgenstunden an. Für die Polizei sind noch einige Fragen offen. So wurde am Donnerstag nach einem hellen Pkw mit dem Kennzeichen WAF- Y ....  gesucht, der die Zeugen ebenfalls überholt hatte, sich mit dem verunfallten Fahrzeug möglicherweise ein Rennen geliefert hatte. Außerdem wurde an der Unfallstelle ein Tütchen mit Substanzen aufgefunden, bei denen es sich um Betäubungsmittel handeln könnte. Auch dazu müssen noch weitere Ermittlungen geführt werden.

Die Polizei sucht Zeugen

Weitere Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Warendorf unter der Telefonnummer 02581-6000 oder per Email: poststelle.warendorf@polizei.nrw.de zu melden.

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