Zweiter Song „Lieder“ von Rapper SN
Foto: Tenbrock
Sebastian Homburg (links) hat seine zweite Single „Lieder“ veröffentlicht. Einige Szenen für das Musikvideo hat der 20-jährige Warendorfer im „Scala“ von Johannes Austermann gedreht.
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Und wie schon in seinem ersten Song „Ich bin da“, den er Anfang September veröffentlicht hat, geht es um die Auseinandersetzung mit seinem Weg als Musiker. Doch dieses Mal dreht sich der Text „nicht um ihn als Künstler“, sondern „Lieder“ spiegelt den „Entstehungsprozess des Songs wider“, erzählt der Künstler am Freitag im „Glocke“-Gespräch.

Das findet an dem Ort statt, der dem Musikvideo nochmal eine ganz besondere Note verleiht: Einige Szenen sind im Scala-Filmtheater an der Klosterstraße gedreht worden. „Das Spannende ist, dass wir uns zusammengetan haben, und uns auf eine besondere Art präsentieren“, stellt Homburg mit Blick auf die Zusammenarbeit mit Kinobetreiber Johannes Austermann fest.

Im Song geht es um das Texten, die Arbeit im Soundstudio, die Präsentation auf der Bühne. Entsprechend ist das Video an drei Orten entstanden: am Hafen in Münster, Studienort und damit zweite Heimat Homburgs, in seinem Tonstudio und im Kino in Warendorf. Dass Homburg das Scala als Filmkulisse ausgewählt hat, ist kein Zufall: „Ich musste eine Bühne für den Auftritt finden. Das Kino wiederum ist ein kreativer Ort, der Unterhaltung bietet, und das Scala ist Teil meiner Heimat Warendorf“, erläutert er.

Auch mit Blick auf die Beleuchtungsmöglichkeiten und Lichtinstallation sei es eine tolle Location gewesen. „Nach drei Stunden hatten wir alles im Kasten“, berichtet der Rapper. Austermann war gleichfalls begeistert, als die Anfrage von Homburg kam, das Filmtheater als Drehort zu nutzen: „Ich habe sofort ,Ja‘ gesagt, denn das Kino soll ja auch ein kultureller Treffpunkt sein und nicht nur ein Ort, an dem Filme gezeigt werden“, betont er.

Außerdem sei es toll, wenn Warendorf mit seinem kleinen Lokalkino bundesweit bekannt werde. Denn er habe die Hoffnung, dass es mit der großen Rapper-Karriere durchaus etwas werden könnte. Er selbst sei zwar kein Fan von Rapmusik, aber der Song „Lieder“ gefalle ihm trotzdem.

Geschuldet ist das wohl dem eingängigen Refrain: „Er ist sehr viel melodischer als beim ersten Song. ,Lieder‘ ist eine Mischung aus ganz viel Deutsch-Rap und Mainstream. Beide Fangruppen sollen so auf ihre Kosten kommen“, betont Homburg.

Sebastian Homburg träumt von einer Karriere als Profimusiker. Schon mit 14 Jahren hat er seine ersten Texte verfasst, mit 18 Jahren den ersten Song auf Youtube eingestellt. Die erste Single „Ich bin da“ hat er am 11. September dieses Jahres veröffentlicht.

Deutsch-Rap habe ihn schon immer fasziniert, sagt der 20-Jährige. Aber er will sich abheben von der Szene, mehr Tiefe und eine größere Themenbandbreite in den Texten zeigen. „Ich möchte in meinen Songs Geschichten erzählen, von negativen und positiven Emotionen berichten, mit denen sich jeder identifizieren kann und nicht nur von Gewalt, Kriminalität und Drogen singen“, betont er.

Die Fans können sich freuen: In seiner Schublade warten noch etliche Songs auf eine Veröffentlichung. „Anfang des nächsten Jahres“ will der Musiker die nächste Single herausbringen.

Unterstützt wird er von dem Warendorfer Liron Hilwerling, der als Soundingenieur für das komplette Mix und Mastering zuständig ist, und von Content-Creator Max Krüger. Das solle auch erst einmal so bleiben: „So bleibe ich unabhängig“, betont Homburg.

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