2:2 - SC Verl genießt gute Ausgangslage
Bild: Dünhölter
Die gute Ausgangslage mit dem 2:2 für das Rückspiel am Dienstag feiern die Verler (v.l.) Matthias Haeder und Zlatko Janjic.   
Bild: Dünhölter

 „Es war das erwartet schwere Spiel, in dem Lok robust aufgetreten ist und gefühlt jede Aktion in unserer Hälfte gefährlich war“, missfiel Verls Trainer Guerino Capretti zunächst der Auftritt seiner Mannschaft.

Dabei schickte er nach fast viermonatiger Zwangspause bis auf eine Veränderung - für den verletzten Frederick Lack spielte Yannick Langesberg in der Innenverteidigung an - jene Formation aufs Feld, die sich beim 3:1-Sieg über die U23 von Borussia Mönchengladbach bewährt hatte.

Doch die Lok hatte deutlich mehr Druck auf dem Kessel. Ein Freistoß, eine mustergültig Flanke von Salewski und Trainersohn Patrick Wolf erzielte aus kurzer Distanz das 1:0 für die Hausherren.

„Danach haben wir ruhiger gespielt und mehr Spielzüge gezeigt“, übernahm Verl allmählich das Heft des Handelns. Zwei Ausgleichschancen hatte Aygün Yildirim ausgelassen (20., 43.). Eingeleitet von Kapitän Julian Stöckner gelang Patrick Schikowski per Flachschuss mit dem Pausenpfiff das 1:1. „Besser kann ein Tor nicht fallen als zu diesem Zeitpunkt“, atmete Verls Aufsichtsratsvorsitzender Andre Theilmeier erleichtert auf.

Lok-Trainer Wolfgang Wolf stellte zum zweiten Durchgang geschickt um, brachte mit Matthias Steinborn mehr Offensivgefahr ins Spiel. Djamal Ziane zimmerte das Leder unter die Latte, für den Unparteiischen Florian Badstübner sprang der Ball vor der Linie auf (52.). Auch hier: Glück gehabt, Verl. Aber dann war es soweit: Steinborn zog aus 16 Metern unhaltbar zum 2:1 für Leipzig ins lange Eck ab (55).

 „Man merkte den Jungs an, dass sie unbedingt gewinnen wollten“, lobte Capretti die Moral. Doch es bedurfte in den letzten Spielminuten der tatkräftigen Unterstützung von Lok-Keeper Fabian Guderitz, der sich den Ball nach Choroba-Flanke und Lok-Kopfballabwehr selber zum 2:2 ins Netz warf.

 „Das Ergebnis tut weh, aber Leipzig ist eine auswärtsstarke Mannschaft, wir werden im Rückspiel unsere Tore schießen“, machte Lok-Trainer Wolfgang Wolf zum Abschied eine Kampfansage in Richtung Verl.

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