Abgespeckte Version  mit viel Qualität
Auf Anhieb Platz fünf erreichten Christiane Hollmann-Raabe und Firedance bei ihrem ersten Start in der Klasse M.

 Kurzerhand organisierte er deshalb von Sonntag bis Dienstag auf seiner im Grenzgebiet zwischen Bielefeld und Gütersloh gelegenen Reitanlage eine etwas abgespeckte Version seines ansonsten viertägigen Turniers. Der Qualität der Veranstaltung tat diese Verkürzung keineswegs Abbruch. Olympia- und WM-Reiterinnen wie Helen Langehanenberg oder Fabienne Müller-Lütkemeier, aber auch zahlreiche internationale Teilnehmer sorgten für ein hohes Niveau.

 Der Sonntag, der unter anderem zwei Qualifikationsprüfungen für die Bundeschampionate in Warendorf sah, wäre am Ende des Tages fast buchstäblich ins Wasser gefallen. Denn am späten Nachmittag ging mitten in der Qualifikationsprüfung der fünfjährigen Dressurpferde zum Bundeschampionat ein Unwetter über der Anlage nieder, welches das Dressurviereck in einen Badesee verwandelte. 

Die verantwortlichen Richter befürchteten schon, dass Turnier an diesem Tag abbrechen zu müssen. Doch Hollman-Raabe blieb gelassen, da er die Fähigkeiten seines Platzes, der mit einem Ebbe-Flut-System ausgestattet ist, bestens kannte. Nach gerade einmal einer halben Stunde war der Boden wieder in gutem Zustand und das Turnier konnte weitergehen. 

Sieger der Prüfung, die gleichzeitig auch eine Qualifikation zum LVM-Youngster Championat war, wurde der Spanier Ivan Nieto Sanchez mit dem niederländisch gezogenen Dark Pleasure-Sohn Kane (Wertnote 8,5). Wie hoch das Niveau der Prüfung war, zeigte sich auch daran, dass nicht weniger als vier Pferde mit Noten von 8,0 und besser das Kriterium für einen Start bei den Bundeschampionaten erfüllten.

 Erwähnenswert ebenfalls der fünfte Platz von Christiane Hollmann-Raabe (RV Isselhorst-Holtkamp) mit dem Franziskus-Nachkommen Fleurus. Denn für den fünfjährigen Wallach war es der erste Turnierauftritt seines Lebens.

Nicht minder nass wurden am Montag und Dienstag Reiter und Pferde aufgrund der großen Hitze, die alle Teilnehmer gehörig ins Schwitzen brachte. 

„Das im Mai ausgefallene Turnier jetzt in etwas verkleinerter Form durchzuführen, war die richtige Entscheidung. Wir haben sehr guten Sport gesehen und viele Teilnehmer haben sich bedankt, dass wir in diesem Jahr doch noch eine Veranstaltung angeboten haben. Toll waren auch unsere Sponsoren, die uns trotz dieser nicht einfachen Zeiten die Stange gehalten haben. Im kommenden Jahr wollen wir versuchen, die Holtkämper Dressurtage wieder auf dem angestammten Termin Anfang Mai durchzuführen“, bilanzierte  Turnierleiter Hans-Ullrich Hollmann-Raabe.

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