Ahlen verpasst Sieg beim SC Wiedenbrück
Foto: Wegener
Kein Durchkommen für die Gäste: RW Ahlen mit Luca Steinfeldt (links) biss sich an der Defensive des SC Wiedenbrück mit Oliver Zech regelmäßig die Zähne aus.
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„Haben wir irgendetwas gemacht?“, fragte sich Ahlens Trainer Andreas Zimmermann kurz nach dem Abpfiff in der Tönnies-Arena mit einem gequälten Lächeln auf dem Gesicht - und wollte damit andeuten, dass irgendwelche höheren Mächte ihn und sein Team bestrafen würden. „Warum gehen bei uns die Dinger nicht rein?“, fügte er dann noch hinzu.

Wie schon vor geraumer Zeit in Aachen hatte Ahlen in der Schlussphase eine riesige Chance zum Siegtreffer auf dem Fuß: Am späten Samstagnachmittag war es der eingewechselte Paolo Maiella, der in der 89. Minute frei vor Wiedenbrücks Torwart Marcel Hölscher auftauchte - und scheiterte. Der SCW-Schlussmann klärte stark. Und auch die letzte Ahlener Möglichkeit auf drei Punkte wurde vergeben, den Schuss von Enes Güney lenkte Hölscher ebenfalls zur Ecke.

Also wieder kein Sieg für das Kellerkind von der Werse, doch Zimmermann wollte bei aller Enttäuschung nicht zu drastisch werden: „Ich setze die Jungs nicht unter Druck. Wir haben wieder einen Punkt geholt, das ist okay. Der Erfolg kommt, wenn man hartnäckig bleibt.“ Eine Mischung aus Wahrheit und Durchhalteparole, aber was soll er als Trainer auch anderes sagen!?

Da wurde Wiedenbrücks Trainer Daniel Brinkmann schon deutlicher: „Ich bin unzufrieden. Erstens waren wir zu löchrig und haben zu viele Situationen zugelassen. Zweitens haben wir unsere Möglichkeiten nach vorne nicht sauber ausgespielt. Uns fehlte die letzte Gier.“ Immerhin wahrte der SCW durch das Remis den Vorsprung zu Ahlen - doch das war auch schon das Positivste aus Sicht der Hausherren.

RWA erwischte zunächst den besseren Start und wurde sofort gefährlich, doch Gianluca Marzullo traf in der ersten Minute nur die Latte. Nur zwei Minuten später: Flanke von Enes Güney, Luca Steinfeldt köpft freistehend drüber. Ein guter Ahlener Beginn, doch so ging es nicht weiter. Mit zunehmender Spieldauer übernahm der SC Wiedenbrück die Kontrolle, doch abgesehen von den Chancen von Phil Beckhoff (8.) und Fabian Brosowski (21.) wurden die Gastgeber zu selten zwingend.

Im zweiten Durchgang wurde die Angelegenheit immer zäher, ein Versuch von Beckhoff (58.) war für lange Zeit der einzige Höhepunkt. RWA, das in dieser Partie eindeutig mehr unter Druck stand, ging erst in der Schlussphase ins Risiko - und wurde prompt gefährlich. Ein Schuss von Jan Holldack geriet jedoch zu zentral (79.) und in der Schlussminute scheiterte wie gesagt Maiella. Dann war Ende - und niemand mit der Nullnummer wirklich glücklich.

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