Dritte Liga: Verler Konkurrent schon aus dem Rennen
Bild: Steinecke
Drangvolle Enge herrschte auf den Tribünen der Verler Arena beim Heimspiel im DFB-Pokal gegen Erstligist Union Berlin. Ob auch Drittligisten, dann zu Meisterschaftsspielen, an der Poststraße in Augenschein genommen werden dürfen, ist weiterhin fraglich.
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Dies erklärte das Team vom Wiehen mit Blick auf die Infrastruktur des Vereins und die Nachhaltigkeit. Nicht zuletzt Verls Vorsitzender Raimund Bertels zeigte sich „total überrascht“ vom Verzicht. „Ich kenne viele Spieler, Simon Engelmann und Daniel Flottmann haben auch schon für Verl gespielt. Für die tut es mir leid.“

Verl hält an Plan fest

Gleichzeitig warnt Bertels aber auch: „Wir dürfen uns davon nicht ablenken lassen.“ Denn er verfolgt weiterhin das Ziel, fristgerecht zum 2. März beim DFB die entsprechenden Lizenzunterlagen einzureichen. „Wir haben in Verl schon vor ein paar Jahren etwas angestoßen und die Sponsoren sind bereit, den Weg mitzugehen. Denen können wir nicht erklären, jetzt auf die Antragstellung verzichten zu wollen.“

Dabei gelten für den Sportclub die gleichen Anforderungen wie für Rödinghausen. Dazu gehören unter anderem eine Stadionkapazität von 10.001 Zuschauern, TV-Studio, Stellplatz für den Übertragungswagen und vieles mehr. „Für die Rasenheizung können wir einen Aufschub bekommen, für alles andere nicht“, befindet sich der SC Verl nach Auskunft von Raimund Bertels derzeit in „vielen Gesprächen“, um allen Anforderungen zu genügen.

Spiele könnten auch andernorts stattfinden

Dabei kann sich der Sportclub – anders als Rödinghausen – auch vorstellen, seine Heimspiele nicht in der heimischen Arena an der Poststraße auszutragen. Mögliche Alternativen wären die Stadien in Paderborn und Bielefeld.

Bertels: „Aber natürlich gibt es ebenfalls Überlegungen, die Sportclub-Arena zu ertüchtigen.“ Größtes Problem dürfte hier allerdings die Zuschauerkapazität sein, denn die Vorgaben des Lärmschutzes ließen sich bei 10.000 Fußballfans an der Poststraße wohl kaum einhalten.

Teams aus dem Ruhrgebiet im Nacken

Verls Chancen auf den Einzug ins Relegationsspiel gegen den Meister der Nordost-Staffel sind durch Rödinghausens Verzicht jedenfalls gestiegen. Bliebe der SVR Tabellenführer und Verl Zweiter, dürfte das Team von Guerino Capretti als Nachrücker in die Relegation.

„Rot-Weiß Oberhausen hat zuletzt eine tolle Serie hingelegt und Rot-Weiß Essen wir durch Rödinghausens Verzicht bestimmt noch einmal angestachelt“, verliert Bertels die Konkurrenz nicht aus dem Blick: „Das wird für den SC Verl noch schwierig genug.“ So wie am Sonntag, wenn das Heimspiel gegen die Zweitvertretung des FC Schalke 04 ansteht. Anstoß ist um 14 Uhr.

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