Für „Tippe“ soll es wieder aufwärts gehen
Foto: Caspar
Neu im Team von Fußball-Bezirksligist TuS Friedrichsdorf sind (hinten v. l.) Norick Epke, Torben Budde sowie (vorne) Julian Gawende, Julian Lammert und Pascal Brockmann.
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Als die Saison 2019/20 vorzeitig beendet werden musste, stand der Bezirksligist am 20. Spieltag hoffnungslos abgeschlagen und immer noch sieglos auf dem letzten Tabellenplatz. Bei Fortsetzung der Serie wäre „Tippe“ der Abstieg nicht erspart geblieben, selbst die größten Optimisten hatten sich damit bereits abgefunden. 

„Wir sind glücklich davongekommen“, räumt der Ex-Abteilungsleiter Werner Meyer nun erleichtert ein. Für Hans Grundmann indes wäre ein Abstieg kein verlorenes Jahr gewesen. Der Trainer sagt gelassen: „Auch in der Kreisliga A hätten wir eine gute Truppe mit Aufstiegschancen zusammenbekommen.“ 

Jetzt sind die Perspektiven noch besser. Zumal beim TuS Friedrichsdorf eine deutliche Aufbruchstimmung zu spüren ist, was nicht zuletzt an einigen Veränderungen im Abteilungsvorstand liegt. Rainer Wafzig (der 62-Jährige schmunzelnd: „Ich habe in diesem Verein fast alles schon gemacht“) hat den langjährigen Obmann Werner Meyer abgelöst, der jedoch dem Verein ebenso erhalten bleibt wie sein Bruder und „Tippe“-Trainerlegende Siggi Meyer: „Aber wir möchten nicht mehr in der ersten Reihe stehen.“ 

Mit Marcel Füchtenhans ist Verstärkung dazugestoßen. Der forsche 33-Jährige gilt als Bindeglied zwischen den Teams. Seine Philosophie: „Corona hat uns eine neue Chance gegeben, wir wollen dem Kader ein neues Gesicht verleihen – mit Spielern, die Bezug zu unserem Dorf haben.“ 

Das haben auch die fünf Neuzugänge aus der inzwischen aufgelösten dritten Mannschaft des SC Verl, die allesamt eine TuS-Vergangenheit aufweisen. Hans Grundmann und die Offiziellen gehen davon aus, dass mit dem größeren und auch qualitativ verbesserten Aufgebot (Grundmann: „Alle Positionen sind jetzt bei uns doppelt gut besetzt“) in der kommenden Saison eine Mittelfeldplatzierung möglich sei. Doch ein erneuter Abstiegskampf scheint ebenso nicht ausgeschlossen. Denn: Diesmal müssen gleich fünf von 18 Mannschaften in den sauren Apfel beißen.

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