Gemitzoglou: Re-Start mit der neuen Saison
Foto: Inderlied
Die Corona-Zwangspause wirbelt alles durcheinander. Kostas Gemitzoglou, Verantwortlicher der Aramäer Rheda-Wiedenbrück, beklagt unter anderem Probleme bei der Kaderplanung.
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 „Die Fakten sind klar“, sagt 35-jährige Gemitzoglou, „das war kein guter Start.“ Seit dem 25. Oktober sind auch die Aramäer nun zur Untätigkeit verdammt.

 Es strapaziere die Nerven, wenn man seinem Hobby nicht nachgehen kann, gibt Gemitzoglou zu. Allzu viel könne er derzeit nicht gegen den drohenden Abstieg unternehmen, fügt der Übungsleiter hinzu. „Ich habe Aufgaben verteilt. Da muss sich aber jeder Spieler selbst engagieren, damit er sich fit hält. Kontrollieren kannst du das eh nicht. Man darf nicht vergessen: Wir spielen Kreisliga A.“

 Ihm bleibt, sich mit Hilfe einer Handy-App einen Überblick über die Laufwerte seiner Mannschaft zu verschaffen. „Das stumpfe Laufen bringt aber nichts, das brauchen wir nicht zum Fußballspielen.“ 

An ein baldiges Ende der Zwangspause glaubt Kostas Gemitzoglou nicht. Im Gegenteil. Zudem mache ein Spielbetrieb ohne eine hinreichend lange Vorbereitung keinen Sinn. „Das Schlaueste wäre, die Saison einfach ausklingen zu lassen. Wir schneiden uns sonst ins eigene Fleisch. Es bringt nichts, demnächst wieder den Spielbetrieb zu erlauben, um dann später wieder zu unterbrechen“, betont Gemitzoglou. 

Ob seine Mannschaft von einer Annullierung der Saison profitiere, interessiere ihn dabei nur am Rande. „Meinetwegen soll es Auf- und Absteiger geben. Das wäre aber nicht fair.“ Natürlich habe er die Meinungen in diversen Internetforen registriert, die gerade den am Tabellenende stehenden Mannschaften unterstellen, dass sie auf einen Saisonabbruch hoffen, um nicht abzusteigen. „Das ist aber Quatsch. Die Pause tut keinem von uns gut. Jeder möchte unbedingt spielen“, erklärt der 35-Jährige.

Bestenfalls solle man im Juli oder August direkt mit der neuen Spielzeit beginnen. „Was bringt es uns, wenn wir bis dahin Freundschaftsspiele vereinbaren. Das macht doch keinen Sinn“, klagt Gemitzoglou. Ein zusätzliches Problem hat Kostas Gemitzoglou in puncto Kaderplanung der Aramäer. „Wir als ausländischer Verein tun uns schwer, während der Coronazeit Spieler zu verpflichten, wenn wir kein Probetraining anbieten dürfen. Die Leute von außerhalb möchten vorher erst einmal bei uns hineinschnuppern.“

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