Grundsatzrede vor Duell mit dem Meister
Bild: Bremehr
Taktikgespräch: Wiedenbrücks Trainer Björn Mehnert (l.) diskutiert mit Oliver Zech. Der SCW empfängt am Samstag Viktoria Köln.
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Laut wurde Björn Mehnert nach dem ärgerlichen Pokal-Aus in Rheine am Dienstag nicht, in der Sache aber deutlich. „Ich habe den Jungs gesagt, dass man gewisse Chancen im Leben nicht mehrmals bekommt“, berichtet der Trainer des SC Wiedenbrück, dessen Grundsatzrede das Team des Regionalligisten vor dem Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den Vorjahresmeister Viktoria Köln wachrütteln sollte. In der ersten Runde des Westfalenpokals beim Oberligisten Rheine hatte Mehnert hauptsächlich den Spielern eine Einsatzchance gegeben, die in den ersten beiden Liga-Partien noch nicht oder kaum zum Zuge gekommen waren. Das Resultat war mit dem 0:1 eine böse Enttäuschung für alle Beteiligten.

„Das ist ein Traumjob, ein Privileg“

„Ich kann es nicht nachvollziehen, wenn man nicht an jedem Trainings- oder Spieltag alles investiert. Das ist ein Traumjob, ein Privileg“, sagte Björn Mehnert, der mehr Demut von seinen Mannen fordert. Nun bedeutet die magere Vorstellung in Rheine zwar nicht, dass Marcel Leenemann, Jeffrey Volkmer, Omar Diarra und Co. für immer und ewig auf der Ersatzbank versauern müssen, doch im Heimspiel an diesem Samstag gegen Viktoria Köln werden eher die Akteure in der Startelf stehen, die eine Woche zuvor mit 4:1 bei der U 21 des 1. FC Köln gewonnen haben. „Es hat sich nicht wirklich jemand in den Vordergrund gespielt“, bestätigt Mehnert, der dann noch anfügt: „Wir haben es einen Tag später auch nochmal thematisiert, aber jetzt ist der Pokal auch abgehakt.“

SC Verl: Capretti setzt jetzt auf Sieg

Zum Auftakt eine 0:1-Niederlage gegen Viktoria Köln, dann ein 2:2-Remis gegen Alemannia Aachen – da sollte für den SC Verl am dritten Spieltag der Regionalliga doch endlich der erste Saisonsieg herausspringen? „Das wäre schön“, schmunzelt Trainer Guerino Capretti. Allerdings tritt der Sportclub am Samstag um 14 Uhr bei Rot-Weiß Oberhausen an. Ein Gegner, an den die Schwarz-Weißen keine guten Erinnerungen haben dürften, denn beim letzten Auftritt im Stadion Niederrhein setzte es eine empfindliche 1:7-Schlappe für Verl. Da beim letzten Spiel vor der Winterpause der Saison 2016/17 allerdings noch Andreas Golombek an der Seitenlinie verantwortlich war, geht dessen Nachfolger Guerino Capretti unbelastet in die heutige Begegnung.

1:7 in der Vorsaison kein Thema

„Und auch in der Mannschaft war diese Pleite in den vergangenen Tagen überhaupt kein Thema. Allerdings wissen wir um die Stärken des Gegners, haben uns darauf eingestellt“, setzt Capretti heute auf einen forschen, mutigen Auftritt seiner Mannschaft. Eine ähnliche Spielweise wie zuletzt Alemannia Aachen attestiert Verls Trainer dem heutigen Gegner, den er am Saisonende im oberen Tabellendrittel erwartet. „Gegen Viktoria Köln und Aachen haben wir etliche gute Ansätze gezeigt, daran müssen wir gegen Oberhausen anknüpfen“, sieht Capretti Chancen für sein Team, „denn wir hätten die ersten beiden Saisonspiele auch gewinnen können“.

Weitere Hintergründe zu den Partien des SC Wiedenbrück und SC Verl am dritten Spieltag der Regionalliga West lesen Sie am Samstag, 12. August, in der „Glocke“.

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