HSV-Mädchen bejubeln Hallentitel
Bild: Dünhölter
 Die U17-Mädchen des Hamburger SV feiern den Titel beim FSV-Hallenmasters. 
Bild: Dünhölter

 Bereits der Aufmarsch der beiden Finalisten in der Halle Ost wurde im großen Stil inszeniert. Und zum ersten Mal in der Historie des hochkarätigen Events konnte sich der Hamburger SV die begehrte Trophäe sichern - im Endspiel bezwangen die Girls von der Waterkant den Titelverteidiger Bayer Leverkusen mit 6:5 nach Neunmeterschießen.

„Mit dem dritten Sieg in Folge hätten wir Turnier-Geschichte geschrieben, denn das hat bisher noch keine Mannschaft geschafft. Unser Plan ging leider nicht auf, aber der HSV ist aufgrund seiner Qualität ein würdiger Turniersieger“, zeigte sich Bayers Trainer Aleksandar Vukicevic als fairer Verlierer.

 Die Hamburgerinnen verdankten den Premieren-Triumph vor allem ihrer Torhüterin: Anneke Klaas zeichnete sich schon im Halbfinale gegen Borussia Mönchengladbach (3:2 n.E.) mit sechs parierten Neunmetern aus und präsentierte sich beim Entscheidungsschießen gegen Leverkusen erneut nervenstark. Zudem erzielte Klaas in der regulären Spielzeit mit einem überraschenden Weitschuss den späten 2:2-Ausgleich. Folgerichtig wurde die großgewachsene 16-Jährige zur besten Torhüterin gekürt. Die Pokaltrophäe bekam der HSV nicht ganz vollständig: Der Deckel war schon vorher abgebrochen. Heinz Krüger, der „Hans Dampf“ des FSV, nahm’s gelassen: „Beim Jubel wäre der Deckel sowieso runtergeflogen.“ Auch der mit zwei Teams angetretene Gastgeber durfte jubeln: Der „FSV Weiß“ kämpfte sich immerhin in das B-Finale vor, wo es gegen den Osnabrücker SC einen 3:1-Sieg gab. Außerdem avancierte Lena Strothmann mit zehn Treffern zur besten Torschützin.

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