Kein „Nein“ von Ahlens Trainer Britscho
Bild: Wegener
Die Richtung scheint klar: Ahlens Trainer Christian Britscho zieht es dem Vernehmen nach zurück in den Ruhrpott.
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Muss sich RW Ahlen also ab Donnerstag für die kommende Saison einen neuen Trainer suchen? Sehr wahrscheinlich. Dass er nun im Sommer bei der SG Wattenscheid anheuert – vermutlich dann zum Neuaufbau in der Oberliga – das kann Britscho einfach nicht klar dementieren. „Mein Arbeitgeber ist immer noch RW Ahlen, erst wird alles mit Krug und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Heinz-Jürgen Gosda besprochen“, verwies der Übungsleiter auf die Unterhaltung von Mittwochabend, ein klares „Nein“ kam nicht über seine Lippen.

„Bedauerlich, aber keine Überraschung“

Da man sich bereits vor 14 Tagen zusammengesetzt und Britscho bereits da ein Ahlener Angebot erhalten hatte, wird nun wohl die Antwort des Trainers auf dem Tisch liegen. Und die kann – so sagt es einfach jedes Gerücht oder inoffizielles Statement aus Wattenscheider Vorstandskreisen und aus Ahlener Quellen – eigentlich nur „Abschied zum Saisonende“ lauten. Eine Entscheidung, die allen schwerfiele, denn Britscho ist nicht nur beliebt, sondern auch fachlich respektiert. „Ich kann nur hoffen, dass er bleibt“, sagt Krug. „Wenn aber nicht, dann könnt ich das schon verstehen.“ Und der Geschäftsführer Gero Stroemer schließt sich an: „Es wäre bedauerlich, aber auch keine Überraschung.

Aufwand als Beweggrund

Mit seinem Vollzeitjob bei der Polizei und drei Stunden auf der Autobahn für jede Trainingseinheit ist das schon ein Riesenaufwand für ihn.“ In Wattenscheid ist der Bochumer in wenigen Minuten an der Lohrheide, eine ungeheure Erleichterung. Und ein Karriereschritt, denn der Ex-Bundes- und ehemalige, weil insolvente Regionalligist habe ja „Potenzial“, wie Joachim Krug anmerkt. „Da ist Ahlen wieder mal Sprungbrett. Ist doch gut.“ Auch Britscho räumt ein, wenn auch im vorsichtigen Konjunktiv: „Würde ich gehen, täte ich das sicherlich mit einem weinenden Auge.

Weitere Hintergründe zur Situation bei RW Ahlen lesen Sie am Donnerstag, 27. Februar, in der „Glocke“.

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