Pause im Tischtennis und Volleyball
„Das ist total in Ordnung“, sagt Neubeckums Tischtennis-Abteilungsleiter Klaus Beßmann.

 Die Meldungen ähneln sich, denn nun hat der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) erneut beschlossen, diesmal die aktuelle Saison in allen Spiel- und Altersklassen bis zum 31. Dezember mit sofortiger Wirkung zu unterbrechen.

„Können eigentlich alle nachvollziehen“, sagt Stephan Baukmann, Tischtennis-Abteilungsleiter bei Vorwärts Ahlen. Ein „kleines Geschmäckle“ hätte es dennoch. Gerade ein Spiel, das nach Vermeidung der Doppel kein Kontaktsport mehr ist und – jedenfalls in Ahlen – alle Hygienemaßnahmen minuziös eingehalten habe, muss jetzt in die selbstgewählte Quarantäne. „Schon eine kleine Katastrophe“, findet Baukmann und will nun aber erst einmal abwarten, wie das so ankommt, wenn alle Gruppen in seiner Abteilung das für sich umgesetzt haben.

Denn ganz unkompliziert ist die Sachlage nicht. „Alle bisher nicht ausgetragenen Mannschaftskämpfe der Vorrunde werden gestrichen“, heißt es in der Beschlussfassung, die der WTTV am Sonntagabend veröffentlichte. Neben den Ligen sind auch sämtliche Turniere und Pokalwettbewerbe betroffen. Stand jetzt soll die Saison ab Januar 2021 fortgesetzt werden. In der Rückrunde werden dann nur die Begegnungen ausgetragen, die in der Hinserie ausfallen. Dadurch wird die Spielzeit auf eine einfach Runde reduziert.

 Klaus Beßmann, Tischtennis-Chef beim SV Neubeckum, begrüßt die Maßnahme: „Das ist total in Ordnung“, sagt er und ist auch nicht überrascht. „Ich hatte vor der Saison schon gesagt, wie leicht man eine einfache Runde abwickeln kann.“ Und noch kämen die Maßnahmen früh genug. „Alles war ruhig bisher, wir haben die bisherigen Spiele bei moderaten Bedingungen durchgezogen, und mir ist kein Corona-Fall bekannt.“

Volleyball-Pause ist kein Spielverbot

Mit den Tischtennisspielern reagiert gleichzeitig auch der Volleyball. Wenn auch etwas weniger konsequent. Denn zum Wochenende gab der Westdeutsche Volleyballverband (WVV) bekannt, dass der Spielbetrieb bis zum 22. November pausiert und ausgefallene Spiele nachgeholt werden sollen.

Im selben Zuge stellte es der Verband aber auch den Mannschaften frei, Meisterschafts- und Testspiele, die bis Ende November angesetzt sind, im Einvernehmen trotzdem durchzuführen, wenn die Hygieneregeln eingehalten werden. Also liegt die Entscheidung doch wieder bei den Vereinen.

Bei der SG Sendenhorst hat der Abteilungsvorstand nun mit einer kurzfristig einberufenen Onlinesitzung entschieden, der WVV-Entscheidung zu folgen und abteilungsweit den Spielbetrieb vorerst bis zum 22. November einzustellen. Den Trainingsbetrieb will man noch so lange wie möglich fortzusetzen, um die Wettkampffähigkeit und Fitness aufrechtzuerhalten. Zusätzlich wurde das bereits existierende Hygienekonzept ergänzt und besonders verschärft.

 „Diese Entscheidung verursacht bei den Teams die Verschiebung von zwei bis drei Spielen. Angesichts der rasanten Corona-Entwicklungen ist es natürlich sehr fraglich, ob es nur bei diesen neuesten Einschränkungen bleiben wird“, sagt Sendenhorsts Pressesprecher Marius Umlauf.

Auch die Ahlener SG wird die Spiele einstellen. Betroffen sind die Frauen-Bezirksklasse und die Jugend-Bezirksliga. Mit seinen Hobbyspielern will Abteilungsleiter Bernd Orlowski, gleichzeitig Kreisjugendwart im WVV, noch reden. „Es ist schon richtig, dass jetzt so reagiert wird“, sagt er. „Auch, wenn der Sport als solcher kein Hotspot ist, haben wir eine gesellschaftliche Verantwortung.“

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