SCW in Unterzahl chancenlos gegen Köln
Bild: Martinschledde
Gesprächsbedarf wird es in den kommenden Tagen zwischen SCW-Trainer Björn Mehnert (r.) und Stipe Batarilo nach dessen Roter Karte im Spiel gegen Köln geben.
Bild: Martinschledde

„Ich bin mir sicher“, sagte Wiedenbrücks Trainer Björn Mehnert nach der verdienten 1:3-Niederlage gegen den Favoriten Viktoria, „mit elf Spielern hätten wir noch eins, zwei Situationen bekommen.“ Nach dem Platzverweis für Stipe Batarilo, der in der 52. Minute einen Gegenspieler beleidigt haben soll, war sein SCW jedoch komplett chancenlos gegen den souverän seinen Part herunterspielenden Meister. Der starke Mike Wunderlich zerstörte mit seinem Tor zum 1:3 in der 80. Minute die letzten Wiedenbrücker Hoffnungen auf eine Überraschung. Eine verschmerzbare Pleite, und so ärgerte sich Mehnert nach dem Schlusspfiff auch mehr über die Disziplinlosigkeit von Batarilo: „Darüber werden wir noch sprechen. Das war völlig unnötig, er hatte mit der Situation überhaupt nichts zu tun“, kritisierte der Trainer.

1:2 vor der Pause der Anfang vom Ende

Vor 610 Zuschauern im Jahnstadion hatte der SCW zunächst erneut gut und forsch begonnen. Das frühe 0:1 durch Wunderlich (7.) fiel so wie aus dem Nichts, es war die erste Kölner Aktion überhaupt. Doch Wiedenbrück hatte eine passende Antwort parat: In der zwölften Minute parierte Viktoria-Torwart Sebastian Patzler zunächst noch einen Merkel-Schuss, den Abpraller verwertete jedoch Julian Wolff zum verdienten Ausgleich. Daraufhin entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der Köln - vor allem durch Wunderlich - jedoch deutlich mehr Torgefahr ausstrahlte. Das 1:2 fiel unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff, Kemal Rüzgar ließ die SCW-Abwehr ziemlich alt aussehen und vollstreckte. Der Anfang vom Ende für die Hausherren.

SC Verl: Gegentor fällt erst in der 92. Minute

Der SV Verl war einer Überraschung im Niederrheinstadion sehr nahe, am Ende reichte es aber doch nur zu einem Punkt. In der 92. Minute war die Verler Defensive nach einer Flanke nicht aufmerksam genug, am langen Pfosten lauerte Rafael Garcia und erzielte den Ausgleich für RW Oberhausen. Während sich SC-Präsident Raimund Bertels über den Zeitpunkt des Gegentors ärgerte, sagte Trainer Guerino Capretti: „Wir nehmen den Punkt mit und lernen daraus.“

„Am Ende etwas müde geworden“

Im ersten Durchgang war die Partie zunächst weitestgehend ausgeglichen. Erst nach dem Seitenwechsel übernahm RWO nach und nach das Kommando, während Verl zunehmend Probleme bekam. Doch ausgerechnet in dieser Phase fiel das 1:0 für den Club von der Poststraße: Nach Vorarbeit von Jan Lukas Liehr traf Patrick Choroba in der 52. Minute zur Führung. Daraufhin hatte Verl das Geschehen weitestehend im Griff, ehe Oberhausens Tarik Kurt in der 81. Minute per Kopfball nur die Latte traf. Knapp zehn Minuten später zielte Garcia etwas genauer. „Am Ende sind wir etwas müde geworden und haben unsere Konter nicht mehr so gut ausgespielt“, sagte SCV-Kapitän Julian Schmidt.

Die kompletten Analysen und weitere Reaktionen zu den Partien des SC Wiedenbrück und SC Verl am dritten Spieltag der Regionalliga West lesen Sie am Montag, 14. August, in der „Glocke“.

SOCIAL BOOKMARKS