Sassenberg ringt Freckenhorst 3:2 nieder
Bild: Havelt
Sassenbergs Johannes Vogelsang (Mitte) gegen die Freckenhorster Jan Gierhake (l.) und Mark Harbert.
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Ob der am Ende noch etwas nutzt, bleibt abzuwarten. Immerhin war es für die Hesselstädter nach ganz mageren Wochen und Monaten der erste dreifache Punktgewinn seit dem 23. Oktober vergangenen Jahres beim 2:0 gegen Dedinghausen. Es bleibt allerdings bei elf Punkten Rückstand auf Sendenhorst und den rettenden Tabellenplatz.

Das war das allerdings erstmal egal. Freude und vor allem Erleichterung, doch noch gewinnen zu können, war im Lager der Hausherren zu spüren. „Der Sieg tut gut, das war von Anfang an ein rassiges Spiel. Wir haben um jeden Ball gekämpft und uns das auch verdient“, fand Trainer Stefan Brinkmann.

In der Tat gingen beide Teams leidenschaftlich zu Werke. Viele Zweikämpfe wurden geführt, fast jede Aktion führte zum Körperkontakt mit dem Gegenspieler. Es war ein hartes Spiel, das aber fair und sportlich ablief. So, wie man sich eben ein Derby – den Namen hatte sich das Spiel redlich verdient – vorstellt.

Zuerst nutzen die Gäste einen Fehler des VfL im Aufbauspiel zum 0:1 durch Martin Röös (8.). In der 17. Minute glich Andre Risse zum 1:1 aus. Diesmal war die Freckenhorster Defensive nicht voll auf der Höhe. Nach dem Wechsel war es Johannes Vogelsang, der nach einem überragenden Pass von Stefan Wortmann völlig frei durch war und das 2:1 für Sassenberg erzielte. Davor und danach vereitelte VfL-Torwart Dennis Wiewel mit zwei klasse Paraden gegen Pierre Jöcker (58.) und Philip Schange (71.) das zweite Gegentor. Stattdessen legte auf der anderen Seite erneut Wortmann auf. In der 74. Minute markierte Sebastian Justus die 3:1-Führung.

Damit war die Partie aber noch nicht gelaufen. Vogelsang vergab die Chance zum 4:1 (79.), im Gegenzug köpfte Jöcker das 3:2 (80.). Damit war die turbulente Schussphase mit vergeben Chancen auf beiden Seiten eingeläutet. Armando Alla wäre fast ein Eigentor unterlaufen, Wiewel holte den Ball aber mit einer tollen Flugeinlage aus dem Winkel (90.).

„Wir haben nach dem 1:0 zu nachlässig gespielt“, ärgerte sich TUS-Trainer Andreas Strump. „Sassenberg war kampfstark und hat sich den Sieg verdient.“

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