Trainer halten Spiele ab März für Utopie
Foto: Penno
Ein Zweikampf zwischen Moritz Grothues (l., WSU) und Everswinkels Raphael Wierbrügge. Ob und wann die Handball-Saison fortgesetzt werden kann, steht noch in den Sternen.
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Wenn nämlich weitergespielt werden soll, muss es auch eine neue Vorbereitungszeit geben. Die Teams müssten dann ab Februar in die Hallen dürfen. Das Szenario wiederum ist für die Übungsleiter so weit weg wie die Erde vom Mond. 

„Dann fresse ich einen Besen mit Stiel“

„Ich fresse gerne einen Besen mit Stiel, wenn irgendwo im März wieder Handball gespielt wird“, sagt Stefan Hamsen (kleines Foto) als Trainer des Landesligisten Warendorfer Sportunion. „Das ist doch keine ernsthafte Variante und weit weg von der Realität.“ Eher für denkbar hält das zweite Szenario, in dem es ab April oder Mai nur noch Aufstiegsspiele gibt. Ob man an dieser Runde teilnehmen würde ließ Hamsen noch offen: „Das müsste man im Verein absprechen. Aber wir sind Aufsteiger und dann gibt es da noch die moralische Frage.“ Es wäre aber wohl die einzige Möglichkeit, in dieser Saison noch echte Pflichtspiele zu bestreiten. 

Die WSU hält zudem weiter an ihrem Solidaritätsgedanken fest. „Bevor nicht Restaurants, Kneipen und Einzelhandel wieder öffnen dürfen, werden wir auch nicht spielen“, stellt Hamsen klar. 

Wie Hamsen kann sein Everswinkeler Pedant Thomas Steinhoff mit den Beschlüssen gut leben und begrüßt, dass es jetzt zumindest Daten gibt, mit denen geplant werden kann. „Ich bezweifle allerdings, dass wir in dieser Saison überhaupt noch spielen können. Die Corona-Zahlen werden das nicht zulassen“, glaubt der SC-Übungsleiter. 

„Warum ein wertbares Ergebnis herausprügeln?“

„Ich weiß nicht, warum der Verband mit aller Gewalt ein wertbares Ergebnis dieser Saison herausprügeln will“, wirft Daniel Haßmann, Trainer der Sassenberger Verbandsliga-Handballerinnen die Frage auf, ob es nicht vielleicht sinnvoller sei, die aktuelle Spielzeit gar nicht zu spielen und zu werten. „Wir fangen am 1. März mit Sicherheit nicht an.“ An möglichen Aufstiegsspielen wird sich der VfL als Aufsteiger definitiv nicht beteiligen. „Ich werde die Spielerinnen nicht auf etwas vorbereiten, was wir gar nicht wollen.“ 

Oberliga-Frauen würden gerne um Aufstieg spielen

Das könnte bei den Oberliga-Handballerinnen des SC DJK Everswinkel ganz anders sein. „Wir als Mannschaft wären bereit zu spielen und würden uns auch darüber freuen“, sagt Trainerin Franziska Heinz. „Ob wir diese eventuell auszutragenden Aufstiegsspiele machen können, müssen wir dann vorab mit dem Verein klären. An eine Fortsetzung am 1. März glaube ich nicht.“

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