Vom Virus umzingelt: Ahlen macht dicht
Nicht alles fällt der Pandemie zum Opfer. Enniger und Ennigerloh dürfen Sonntag ran.

Dieselbe Erkenntnis hatten am Freitag die Entscheider im Kreisfußballausschuss (KFA): Seit Freitag Nachmittag sind vorsichtshalber alle Kreisligaspiele abgesagt, die mit Mannschaften aus dem Ahlener Stadtgebiet zu tun haben. Es spielen also Roland - Ennigerloh, Lette - Walstedde und Oelde - Enniger, das war´s. In den B- und C-Ligen ist es dasselbe Bild. Ahlen, Vorhelm und Dolberg sind raus.

Am Donnerstag Abend kam schon die zusätzliche Absage aus Vorhelm wegen der Vellerner Verdachtsfälle, gestern fragte der KFA gleich mal bei den Aramäern nach, denen allerdings ebenso mulmig war wie ihrem Gegner Vorwärts Ahlen. „Die haben dann auch eine Absage begrüßt“, erzählt der Kreisvorsitzende Peter Wiethaup, der zusammen mit seinen Kollegen von Anfang an entschlossen war, die Kreisligen wenigstens nicht komplett abzusagen.

 „Wir haben auf die Zahlen geschaut, gesehen, dass kaum eine Veränderung war, aber der hot spot in Ahlen liegt“, sagt Wiethaup, der also keinen Sinn darin sah, nun auch Ennigerloh, Oelde oder Lette zu bestrafen.

Nun wird die Entwicklung der Pandemie im Kreis weiter beobachtet – in der Hoffnung, dass schon nächstes Wochenende etwas Entspannung eintritt. „Wir sind mit der Stadt Ahlen im guten Gespräch“, sagt Peter Wiethaup. „Wir wollen schließlich unseren Beitrag leisten, dass nicht alles schlimmer wird, und dass wir bald wieder alle Fußball spielen können.“

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