Detektei ermittelt im Vermisstenfall
Die Polizei in Freiburg wird von der Mutter der Vermissten kritisiert. Sie sollte „endlich eine Sonderkommission einrichten“.

„Wir haben unsere Ermittlungsergebnisse an die Polizei weitergegeben“, sagte der mit dem Fall betraute Detektiv und ehemalige Polizist, Guido Weber. Sobald er eine Rückmeldung von der Polizei bekomme, wolle er weiteren Spuren nachgehen, erklärte Weber. Dies sei bisher noch nicht geschehen. Nach eigenen Angaben arbeitet die Detektei in diesem Fall ehernamtlich. Die Mutter der Vermissten hatte verschiedene Detekteien in Deutschland angeschrieben und um Hilfe gebeten.

In den vergangenen Wochen war die zuständige Polizeibehörde in Freiburg in die Kritik geraten. Die Mutter der Vermissten warf den Beamten vor, nicht genug im Fall der Vermissten zu unternehmen. Zuletzt hatte die Mutter ihre Weblog-Leser gebeten eine Onlinepetition zu unterschreiben. Darin fordert sie sowohl die Kriminalpolizei als auch das Justizministerium des Landes Baden-Württemberg dazu auf, „endlich eine Sonderkommission einzurichten“.

Obwohl sich äußerlich keine Entwicklung zeige, gehe man derzeit mehreren Hinweisen nach, erklärte eine Freiburger Polizeisprecherin auf „Glocke“-Nachfrage. Die Ergebnisse würden wegen der laufenden Fahndung zunächst nicht öffentlich gemacht.

Mutter erhebt Vorwürfe gegen Ermittler

Die Mutter erhebt unterdessen weitere Vorwürfe: Ihren Angaben zufolge lernte Maria den Blomberger in einem Kinderchat kennen. Der 53-Jährige habe sich als Jugendlicher ausgegeben, Maria sei zu diesem Zeitpunkt elf Jahre alt gewesen. Die Mutter schreibt: „Vor 14 Monaten wurde in diesem Zusammenhang von der Kripo ermittelt. Leider verlief sich meine Strafanzeige im Sande.“

Der Fall war bereits im Juni in einer Sonderausgabe der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ vorgestellt worden. Im Juli schrieb Marias Mutter einen offenen Brief an ihre Tochter. Nach dem Blomberger wird international gefahndet.

Die „Glocke“-Redaktion hat die Diskussion an dieser Stelle beendet, weil es nötig war, einige unsachliche Kommentare zu löschen.

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