Menschlicher Fehler schuld an Skilift-Sturz

Nach dem Sturz aus einem Skilift im sauerländischen Winterberg ist ein niederländisches Mädchen (9) in eine Spezialklinik gefahren worden.

Das Mädchen sei am Sonntag in Winterberg aus mehreren Metern in die Tiefe gefallen. Es habe schwere Verletzungen davongetragen, die aber nicht lebensgefährlich seien.

Falsche Handhabung des Sicherheitsbügels

Das Kind aus den Niederlanden hatte im Startbereich auf den Sessellift gewartet. Bei der Handhabung des Sicherheitsbügels, der von oben nach vorne vor den Körper gezogen werden müsse, soll es einen Bedienfehler gegeben haben. Bisherigen Ermittlungen zufolge rutschte das Kind dabei aus dem Sitz. "Wir gehen von einem Fehlverhalten während des Bedienens des Bügels aus", erläuterte der Sprecher der Kreispolizeibehörde im Hochsauerlandkreis.

Der Vater habe neben dem Kind gesessen und seine Tochter noch über mehrere Meter festgehalten. Der Lift habe an Höhe gewonnen, das Mädchen sei in die Tiefe gestürzt. Es habe sich um "einige" Meter gehandelt, zur genauen Höhe könne man noch keine Angaben machen. Der 38 Jahre alte Vater habe nach dem Vorfall vom Sonntagnachmittag einen Schock erlitten.

Hubschrauber konnte nicht landen

Rettungskräfte einschließlich der Bergwacht waren zum Unfallort geeilt. Ein Rettungswagen brachte das Kind in eine Spezialklinik. Ein Rettungshubschrauber hatte auf dem Anflug wegen schwieriger Wetterverhältnisse umkehren müssen.

Laut Polizei lief der Betrieb des Skilifts in Winterberg am Tag nach dem Unfall normal weiter. Da es keinerlei Hinweis auf ein technisches Problem gebe, sei der Lift schon am Sonntagnachmittag wieder in Gang gesetzt worden.

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