Mord: Weltweite Fahndung nach 51-Jährigem
Das Landeskriminalamt NRW und das Bundeskriminalamt erhoffen sich durch eine weltweite Öffentlichkeitsfahndung die Ergreifung des 51-jährigen Norman Volker F. Ihm werden fünf Morde vorgeworfen. Wegen eines Doppelmordes 1995 war bereits zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. F., der aus Arnsberg  gebürtig ist, gelang aber 1997 die Flucht aus der JVA Hagen. 

 Der aus Arnsberg gebürtige F. hatte bereits Ende der 1990er-Jahre eine lebenslange Haftstrafe zu verbüßen, nachdem das Landgericht Dortmund ihn eines Doppelmordes in 1995 für schuldig befunden hatte.

Der Fall des Norman F. schrieb Kriminalgeschichte.  Er war wegen Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden: Im März 1995 hatte er an einem Golfplatz in Dortmund eine Handgranate in ein Auto geworfen. Zwei Menschen starben. Hintergrund war ein Kampf rivalisierender Verbrecherbanden. Am 11. März 1997 gelang ihm die Flucht aus dem Gefängnis in Hagen. Er sägte ein Gitter durch und türmte mit einer selbstgebauten Leiter. Noch in dem Jahr soll er im März in Weimar und im Juli in Halle bei Raubüberfällen drei Geldboten erschossen haben.

Bis zu seiner Festnahme im Oktober 1998 in Albufeira (Portugal) hat er dort zusammen mit seiner Frau und dem gemeinsamen Kind gelebt. Seit seiner erneuten Flucht am 28. Juli 1999 aus dem Zentralgefängnis von Lissabon (Portugal) wird nach Norman Volker F. wegen fünffachen Mordes gefahndet. Bei der Öffentlichkeitsfahndung steht erstmals die Einbindung aller Interpol-Mitgliedsstaaten im Vordergrund. Die Fahndung nach F. wird über die Internetseite von Interpol veröffentlicht, der Fahndungsaufruf wird auf den Social-Media-Accounts (Facebook, Twitter, Instagram) in 194 Ländern geteilt. Darüber hinaus erfolgt eine Veröffentlichung der Fahndung erstmals für die Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen international auf der Europol-Website (EMW) „Europe’s Most Wanted“ (zu deutsch: Europas Meistgesuchte). Weitergehende Informationen finden sich auf Homepage des Bundeskriminalamtes. www.bka.de/oeffentlichkeitsfahndung1

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