Nach Geiselnahme: Ermittlungen dauern an
 Foto: Bernd Thissen
Ein Häftling ist bei einem Polizeieinsatz in der JVA Münster ums Leben gekommen, nachdem er vorher eine Geisel genommen hatte. Ein Sondereinsatzkommando war im Einsatz. 
Foto: Bernd Thissen
Auch der Polizeieinsatz, bei dem der Geiselnehmer ums Leben gekommen war, werde geprüft. Derzeit gebe es allerdings keinen Anhaltspunkt, dass der Schusswaffengebrauch der Polizei nicht gerechtfertigt gewesen sei. 

Verhandlungen führen zu keinem Ergebnis 

Der 40 Jahre alte Häftling hatte am Freitagmorgen eine Auszubildende überwältigt und mit einem aus einer Rasierklinge gefertigten Gegenstand bedroht. 

Spezialisten der Polizei versuchten, mit dem Mann zu verhandeln. Immer wieder habe der Häftling aber seiner 29 Jahre alten Geisel die Klinge an den Hals gehalten und gedroht, sie zu töten. 

Geiselnehmer stand kurz vor der Entlassung

Er forderte einen Hubschrauber, um aus der Justizvollzugsanstalt zu fliehen. Weil der 40-Jährige einen psychisch unberechenbaren Eindruck machte, setzten die SEK-Beamten nach rund drei Stunden bei der Befreiung der Geisel eine Schusswaffe ein.

Der Täter starb noch vor Ort. Der Mann saß eine viermonatige Haftstrafe wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ab. Nach Angaben des NRW-Justizministeriums wäre er bereits im November wieder entlassen worden.

SOCIAL BOOKMARKS