Obamas Tränen werben für Kirchentag 2018
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Journalisten standen am Montag in Münster vor einem Plakat für den Katholikentag 2018. Das berührende Bildmotiv stammt von der letzten Rede Barack Obamas als Präsident der USA.
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Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, und der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Thomas Sternberg, haben sich für die Präsentation der Werbelinie einen Ort ausgesucht, an dem niemand vermuten würde, dass er „irgendetwas mit katholisch zu tun hat“, wie Sternberg es ausdrückte. In einer alten Fabrikhalle des alternativen „KultUrGeländes Hawerkamp“ hinter der Münsteraner Messe wurden die „echten Hingucker“ präsentiert.

Manchen habe es überrascht, dass der Katholikentag in solch ein altes Backsteingebäude mit Industrie-Charme gehe, sagte Sternberg. Er hofft, dass „der Katholikentag in Münster noch viele solcher positiven Überraschungen bereithält.“

„Keine Friede-Freude-Eierkuchen-Bilder“

Entwickelt hat die Werbelinie die Münsteraner Agentur „Kopfkunst“. Sie nutzt aktuelle Bilder, um die Botschaft „Suche Frieden“ zu transportieren. Ein Bild zeigt die junge Frau, die während einer Protestaktion nach dem Tod des Afroamerikaners Alton Sterling in Baton Rouge (USA) der Polizeigewalt trotzt. Ein anderes hält dem Betrachter Barack Obama vor Augen, der während seiner letzten Rede als US-Präsident weint, als er seiner Frau Michelle dankt. Das Foto des Fans, der beim ersten Konzert der „Rolling Stones“ auf Kuba in die Luft geschleudert wird, liefert die Basis für ein weiteres Plakatmotiv. Das sind alles Bilder, die „fernab jeder Friede-Freude-Eierkuchen-Beliebigkeit anrühren, bewegen und aufwühlen“, machte „Kopfkunst“-Chef Jens Kallfenz deutlich.

Münster setzt weiße Segel zum Katholikentag

Neben dem Motto „Suche Frieden“ wird jedes Plakat mit dem Symbol eines weißen Segels ausgestattet. Münster wird zum Katholikentag jede Menge weißer Segel setzen. Sie dienen auf öffentlichen Plätzen als Sonnen- und Regenschutz und verzieren als Fähnchen die Fahrräder. Zudem gibt es Rucksäcke in Segelform für die Teilnehmer der mehr als 1000 Veranstaltungen zum Katholikentag. Die Werbemotive werden auch auf Postkarten und im Internet zu sehen sein. Genn will damit vor allem Menschen ansprechen und neugierig machen, die „eigentlich wenig mit Kirche und Katholikentag zu tun haben“.

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