Pilot hat bei Absturz viel Glück
Bild: Gabriele Grund
Nur leicht verletzt wurde ein 61-Jähriger, als er bei Beelen mit einer Propellermaschine abstürzte.
Bild: Gabriele Grund

Gegen 13 Uhr war der Pilot mit dem Flugzeug in Beelen gestartet, um es in Hildesheim zu betanken. Auf dem Rückflug ist es dann kurz vor der Landebahn des im Herbst 2009 eröffneten Flugplatz Beelen (EDLQ) in der Bauernschaft Hörster passiert. Aufgrund eines „Luftlochs“ sei die Maschine abgesackt und dabei rund 100 Meter vor der eigentlichen Landebahn auf einem Feld aufgekommen, konnte der Pilot noch berichten, ehe er vom Rettungsdienst ins Krankenhaus Warendorf gebracht wurde. Nach ersten Erkenntnissen hat er nur leichte Verletzungen.

Mit dem Fahrwerk auf den Ackerboden

Die Propellermaschine geriet vermutlich mit dem Fahrwerk auf den lockeren Ackerboden. In der Folge sackte die fast eine Tonne schwere Maschine mit dem Bugrad ein, überschlug sich und schlidderte kopfüber auf einen weniger Meter entfernten Gehweg.

25 Feuerwehrleute sichern Unfallstelle

Rund 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr Beelen sicherten die Unfallstelle ab. Beamte der Kriminalpolizei Warendorf haben die Ermittlungen aufgenommen. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit nicht beziffern.

Plötzliche Auf- oder Abwinde

Experte Holger Lentschig, ehemaliger A-340-Kapitän, Segelflieger und Privatpilot, erläuterte, dass es sich bei diesen sogenannten „Luftlöchern“ um plötzliche starke Auf- oder Abwinde handelt, die für einen Piloten durchaus gefährlich werden können. „Der Begriff ,Luftloch‘ ist allerdings sehr irreführend, denn es gibt in der Luft keine Löcher. Gemeint sind vielmehr durch unterschiedliche Luftströmungen entstandene Turbulenzen, die ein Flugzeug absacken lassen können.“

Gabriele Grund 

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