Sturm „Sabine“: Entwicklung im Überblick
Bild: Eickhoff

In Gütersloh ist eine Birke auf den Stadtring Sundern gefallen. Der schwere Sturm hat in der Nacht zum Montag in Nordrhein-Westfalen insgesamt aber weniger Schäden angerichtet als im Vorfeld befürchtet.

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NRW (18 Uhr): Orkantief "Sabine" hat Nordrhein-Westfalen weniger heftig getroffen als befürchtet. Dennoch mussten Rettungskräfte von Sonntag auf Montag zu als 7100 Einsätzen ausrücken - 13 Menschen wurden verletzt. Fast 22 000 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsorganisationen seien auf den Beinen gewesen, teilte das NRW-Innenministerium am Montag mit. Hinzu kamen noch fast 3000 Einsätze der Polizei.

Eurobahn (17 Uhr): Die Eurobahn-Linien sollen bis zum frühen Abend wieder vollständig im Betrieb sein, teilte der Betreiber Keolis am Nachmittag mit.

Bahnverkehr (13.30 Uhr): Die Eurobahn gibt fortlaufend weitere Streckenabschnitte frei. Die Strecke Münster-Bielefeld (RB67)mit Haltestellen unter anderem in Telgte, Warendorf, Beelen, Herzebrock-Clarholz und Rheda-Wiedenbrück wird in beiden Richtungen wieder regulär befahren. Auch die RB 89 zwischen Münster und Warburg fährt seit 12.51 Uhr wieder. Die RB66 zwischen Osnabrück und Münster ist ab 14.19 Uhr wieder in Betrieb. Die RE3 zwischen Hamm und Düsseldorf ist bereits seit 10.30 Uhr wieder im Einsatz.

Rheda-Wiedenbrück (13 Uhr):  Die städtischen und privaten Wälder in Rheda-Wiedenbrück sind bis auf weiteres gesperrt. In den Wäldern sind einige Bäume umgestürzt, die beseitigt werden müssen. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass auch in den nächsten Tagen noch stürmische Winde zu erwarten sind, die bereits geschädigte Bäume und Äste zu Fall bringen können.

Verl (12.14 Uhr): Das Sturmtief „Sabine“ hat Verl weniger getroffen als erwartet. Dennoch war die Freiwillige Feuerwehr mehrmals im Einsatz, um umgestürzte Bäume und herabgefallene dicke Äste von den Straßen zu räumen. „Die erste Alarmierung für den Löschzug Verl kam am Sonntagnachmittag um 14.40 Uhr, als in Sende ein Baum auf der Fahrbahn lag“, berichtet Feuerwehrchef Martin Wanders. Anschließend war die Einsatzzentrale im Gerätehaus Verl bis 21.30 Uhr besetzt. Die vorerst letzte Alarmierung für den Löschzug Verl im Zusammenhang mit „Sabine“ kam am Montagmorgen gegen 5.30 Uhr, als im Bereich Österwieher Straße/Bornholter Straße ein Baum von der Fahrbahn geräumt werden musste. In Kaunitz blieb es zunächst weitgehend ruhig, so dass die Einsatzzentrale erst ab 1.38 Uhr ununterbrochen besetzt war. Auch hier musste die Feuerwehr mehrmals Bäume und Äste von Straßen beseitigen. Um 6.45 Uhr konnte die Einsatzbereitschaft schließlich aufgehoben werden und die Kameraden abrücken. „Die Lage war insgesamt beherrschbar“, zieht Martin Wanders Bilanz. Pro Löschzug seien rund 20 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen.

Kreis Warendorf (12.01 Uhr): Das Sturmtief hat nach Angaben der Kreispolizei und des Kreises Warendorf nur geringe Schäden verursacht.  Am Montagmorgen verletzte sich gegen 6.30 Uhr eine 23-Jährige bei einem Zusammenstoß mit einem auf der Straße liegenden Baum in Wadersloh. Die Lippstädterin war als Beifahrerin auf dem Motorrad eines 18-jährigen Strombergers unterwegs. Rettungskräfte brachten die leichtverletzte junge Frau zur weiteren ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus.

Insgesamt verzeichnete die Polizei von Sonntagmittag bis 6 Uhr am Montagmorgen 48 sturmbedingte Einsätze. Dabei handelte es sich überwiegend um umgestürzte Bäume und herunterfallende Äste, von Hausdächern gewehte Dachziegel und umgestürzte Bauzäune. Die Feuerwehren rückten bis 7 Uhr am Montagmorgen zu 96 Einsätzen aus, etwa 450 Feuerwehrmänner und -frauen waren im Einsatz. Die Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst im Kreishaus hatte sich im Vorfeld personell verstärkt, konnte aber gegen Mitternacht den Großteil der Verstärkung wieder auflösen.

11.50 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt auch nach dem Durchzug von Sturmtief "Sabine" weiter vor schweren Sturmböen. Vereinzelt seien am Montag sogar orkanartige Böen bis Windstärke elf möglich, teilte der DWD mit. Am Dienstag werde der Wind ähnlich stark wie am Montag, erst in der zweiten Tageshälfte gehe er zurück, sagte eine Sprecherin.

Warendorf (11.03 Uhr): Die Eurobahn hat auf der Strecke Münster-Bielefeld (RB67) mit Haltestellen unter anderem in Telgte, Warendorf, Beelen, Herzebrock-Clarholz und Rheda-Wiedenbrück den regulären Verkehr noch nicht wieder aufgenommen. Nach Auskunft von Nicole Pizutti, Pressesprecherin des Betreibers Keolis, sind zurzeit noch Mitarbeiter des Unternehmens sowie der Netzsparte der Deutschen Bahn mit „Erkundungsfahrten“ unterwegs. Dabei handelt es sich um Fahrten mit einem Zug (ohne Fahrgäste) über die zurzeit gesperrte Strecke, um mögliche Beschädigungen oder Hindernisse zu entdecken und nach Möglichkeit zu beseitigen. Wann der fahrplanmäßige Verkehr wieder aufgenommen wird, steht laut Pezutti noch nicht fest. Dagegen ist der Eurobahn-Verkehr auf der Anschlusstrecke RB 71 (Bielefeld-Raden) um 10.40 Uhr wieder aufgenommen worden. Fahrgäste können sich auf der Homepage über die aktuelle Situation informieren: https://www.eurobahn.de/

Kreis Warendorf (10.42 Uhr): Die Agentur für Arbeit Ahlen-Münster bittet Kunden, am Montag in Ahlen, Beckum, Münster und Warendorf bestehende Termine oder beabsichtigte persönliche Meldungen aus Sicherheitsgründen nicht wahrzunehmen. Nach Angaben der Agentur für Arbeit können Termine kurzfristig abgesagt werden,  Meldungen verschoben werden und bis Ende der Woche ohne Rechtsnachteile nachgeholt werden. Zudem müsse damit gerechnet werden, dass Agentur-Dienststellen nicht oder nicht voll dienstbereit sind.

Ahlen (10.40 Uhr): Für ihren Einsatz während des Wintersturms „Sabine“ hat Bürgermeister Dr. Alexander Berger allen haupt- und ehrenamtlichen Kräften gedankt. „Nach bisheriger Bilanz ist Ahlen mit einem blauen Augen davongekommen“, sagte Berger, nachdem ihn der Wehrführer der Ahlener Feuerwehr am Morgen über das witterungsbedingte Geschehen in Kenntnis gesetzt hatte. „In den vergangenen 24 Stunden hat uns das Sturmtief Sabine einige Einsätze beschert“, fasste Walter Wolf die Lage zusammen. Es sei jedoch nicht so schlimm gekommen, wie die Vorhersage es angekündigt habe. Trotzdem habe es sich als richtiger Entschluss herausgestellt, „dass wir die bekannten Strukturen für derartige Lagen hochgefahren hatten und vorbereitet waren.“ Auch die kommenden Stunden verlangten wegen noch auftretender Sturmböen die Aufmerksamkeit der Feuerwehr.

Die Feuerwehr Ahlen habe bis zum Montagmorgen 17 sturmbedingte Einsätze gefahren. Dabei seien keine Menschen zu Schaden gekommen. Durch einen umgestürzten Baum seien zwei Pkw schwer beschädigt worden. „Die Feuerwehr hat sich ausschließlich auf das Freihalten der Straßen und auf die Beseitigung von wirklichen Gefahrenstellen konzentriert“, sagte der Städtische Brandrat. Bis auf einen Einsatz in Vorhelm sei vor allem der Löschzug der Hauptwache gefordert gewesen. In den Spitzenzeiten sei das Lagezentrum mit dienstfreien hauptberuflichen Kräften besetzt worden.

Mit dem Einsatzablauf zeigt sich Walter Wolf zufrieden: „Alle eingesetzten Kräfte und die Wachmannschaft zeigten enormen Einsatzwillen und haben beste Arbeit geleistet.“ Neben den Sturmeinsätzen und den üblichen Rettungseinsätzen galt es zudem, ein gemeldetes Feuer, eine Brandmeldeanlage und einen Verkehrsunfall abzuarbeiten. Bürgermeister Berger: „Allen, die sich für die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt einsetzen, gilt mein großer Dank.“

Sturmtief „Sabine“ hatte in Ahlen Folgen für den Schulunterricht, der an den städtischen Schulen am Montag ausfiel. Die Stadt Ahlen folgte damit einer Empfehlung, die der Kreis Warendorf am Sonntag ausgesprochen hatte.

Beckum (10.32 Uhr): Orkantief „Sabine“ hat auch die Feuerwehr in Beckum in Atem gehalten. Zu 19 sturmbedingten Einsätzen rückten die Einsatzkräfte am Sonntagabend und in der Nacht zu Montag aus. „Das war nicht so schlimm wie zunächst befürchtet“, sagte Feuerwehrchef Marcus Scheele der „Glocke“.

Die Wehrführung hatte angesichts der bestehenden Unwetterwarnungen am Sonntag einen Stab gebildet, um „vor der Lage zu sein“, wie Scheele erklärt. 58 hauptberufliche Kräfte wurden am Nachmittag zusammengezogen, um im Bedarfsfall schnell eingreifen zu können. Am frühen Abend wurden die zusätzlichen Helfer jedoch aus der Bereitschaft entlassen, als sich abzeichnete, dass nicht mit schwersten Schäden zu rechnen sein wird.

Fünf der im Laufe der nächsten Stunden anfallenden Einsätze arbeiteten ehrenamtliche Feuerwehrleute ab, 14 bewältigte die hauptamtliche Wehr in regulärer Personalstärke. „Die Kameraden sind die ganze Nacht durchgefahren“, berichtet Scheele. Dabei galt es überwiegend, umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen. „Alles ist gut gelaufen“, zeigte sich der Feuerwehr-Leiter am Montagvormittag zufrieden. Es seien nach der Sturmnacht weder Verletzte noch große Schäden zu beklagen.

Kreis Gütersloh (10.06 Uhr): Nach Angaben der Kreispolizei  Gütersloh ist es zwischen Sonntagmittag, 14 Uhr, und Montagmorgen, 8 Uhr kreisweit zu 62 Polizeieinsätzen gekommen. Die meisten Notrufe gingen zwischen Mitternacht und 1.30 Uhr ein. Im Wesentlichen handelte es sich um herabgestürzte Äste, fliegende Trampoline und umgestürzte Bauzäune. Nach Angaben der Polizei sind keine Personen verletzt worden.

Mehr zu tun gab es für die Feuerwehr: Bis Montagmorgen waren die Löschzüge 110mal ausgerückt, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Kreisweit mussten  abgeknickte Äste, die auf die Straße gefallen waren, geräumt werden.

Ein Bulli kollidierte in Schoß Holte-Stukenbrock mit einem Baum. Bild: Eickhoff
Ein Autofahrer kollidierte kurz nach Mitternacht mit seinem Bulli in Schloß Holte-Stukenbrock mit einem herabgestürzten Baum auf der Bielefelder Straße. Sein Fahrzeug wurde durch die Kollision erheblich beschädigt. Der Gesamtsachschaden des Unfalls beläuft sich auf schätzungsweise 8000 Euro.

Ahlen (9.12 Uhr): Infolge des Sturms sind die Mitarbeiter in der Anlaufstelle Ahlen des Jobcenters momentan weder per Telefon noch über das Internet erreichbar. Wann die Reparatur der Richtfunkstrecke in 70 Metern Höhe ohne Gefahr erfolgen könne, sei derzeit noch nicht vorauszusagen, teilt die Arbeitsagentur mit. Kunden des Jobcenters erreichen ihre Ansprechpartner weiterhin persönlich vor Ort. In Notfällen können sie sich außerdem telefonisch Mitarbeiter in Beckum und Oelde wenden: Telefonnummern 02581-53-5852, -5925 und -5957.

Der Ausfall der Richtfunkstrecke betrifft auch die Ausländerbehörde Ahlen. Nach Angaben der Behörde muss deswegen der Sprechtag am Dienstag entfallen.

Kreis Warendorf (8.42 Uhr): Am Montagmorgen liegt im Kreis Warendorf eine erste Bilanz der Sturmnach vor. Nach Angaben der Polizei gab es 48 Einsätze. Insgesamt sei die Nacht glimpflich verlaufen.

Warendorf (8.12 Uhr): Das angekündigte Unwetter hat im Bereich Warendorf in der Nacht offenbar weniger Schäden angerichtet als befürchtet. Die Freiwillige Feuerwehr Warendorf berichtet auf ihrer Homepage von bislang lediglich fünf unwetterbedingten Einsätzen. Bereits am Sonntag um 13.32 Uhr war in Hoetmar an der Ahlener Straße ein Baum umgefallen, der vom Löschzug Hoetmar mit einer Motorkettensäge bearbeitet und entfernt wurde. Die Löschzüge 1 und 2 Warendorf waren um 22.11 Uhr an der Hardystraße in Warendorf und um 4.07 Uhr an der Mielestraße in Vohren bei Hilfseinsätzen tätig. Um 6.25 Uhr rückte der Löschzug Freckenhorst aus, um einen Teile eines Baums auf der Feidiekstraße abzuräumen, um 8 Uhr der Löschzug Einen, weil ein Baum auf der Landestraße 548 den Verkehr gefährdete.

Bahnverkehr: Das private Bahnunternehmen Abellio hat den Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen nach Sturm "Sabine" am Montagmorgen teilweise wieder aufgenommen. "Wir fahren langsam und vorsichtig", sagte eine Sprecherin. Im Internet listete das Unternehmen rund 15 Linien auf, auf denen wieder Züge unterwegs seien - darunter die wichtige RRX-Verbindung von Düsseldorf über Duisburg und Dortmund nach Kassel. Die Deutsche Bahn und die Eurobahn wollen hingegen noch abwarten und erst weitere Erkundungstrupps auf die Strecken schicken.

Bahnverkehr: Wegen des Sturmtiefs Sabine hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen eingestellt. 

Die Vorsichtsmaßnahmen wegen des Sturmtiefs haben auch den Zugverkehr in der Region getroffen. Die Eurobahn, die unter anderem die Strecke Münster – Warendorf – Rheda-Wiedenbrück- Bielefeld bedient, fährt auf absehbare Zeit nicht. Am frühen Sonntagabend hat die Keolis Geschäftsführung beschlossen, den Zugverkehr der Eurobahn auf allen Linien einzustellen.

Die Züge sollten nur noch bis zu ihren Endbahnhöfen fahren. „Die Sicherheit für unsere Fahrgäste und Kollegen/-innen haben höchste Priorität“, sagt dazu Unternehmenssprecherin Nicole Pizzuti. Zum jetzigen Zeitpunkt kann Keolis Deutschland noch nicht genau mitteilen, wann der Zugverkehr seitens Eurobahn wieder aufgenommen werden kann.

Flughäfen: Die Airline Eurowings strich fast alle Flüge für die Dauer des Sturms, wie eine Sprecherin am Sonntag mitteilte. In Düsseldorf seien bereits 111 Starts und Landungen annulliert worden, twitterte der Flughafenbetreiber am Sonntagmittag. In Köln/Bonn waren es am Nachmittag bereits mehr als 40 gestrichene Starts und Landungen. Auch andere Fluggesellschaften strichen Flüge aus dem Rheinland. Beide Standorte forderten ihre Passagiere am Sonntag auf, sich bei ihren Airlines darüber zu informieren, ob ihr Flieger planmäßig abhebe. Auch am Montag könne es noch Ausfälle geben. Auch am Flughafen Paderborn-Lippstadt wurden für Sonntag und Montag mehrere Flüge gestrichen, wie der Internetseite zu entnehmen war.

Kreis Warendorf: Nach Auskunft der Kreisverwaltung Warendorf haben angesichts der drohenden Gefahren durch den heraufziehenden Sturm bereits 9 von 13 Städten und Gemeinden im Kreis Warendorf den Schulunterricht am Montag, 10. Februar, abgesagt. Nach einer Lagebewertung am frühen Sonntagnachmittag hat Landrat Dr. Olaf Gericke nun auch allen anderen Kommunen empfohlen, den Unterricht ausfallen zu lassen.

Sollten dennoch Kinder zum Unterricht erscheinen, würden sie in den Schulen betreut, bis sie gefahrlos wieder nach Hause können und dort eine Betreuung sichergestellt ist, heißt es aus dem Kreishaus. Dies hatte das Schulministerium in einem Erlass vom 7. Februar geregelt.

Sassenberg: Schulleitungen und die Verwaltung haben sich nun darauf verständigt, dass der Unterricht am Montag in der Sekundarschule, St.-Nikolaus-Schule, die Johannesschule in Sassenberg sowie der Grundschule in Füchtorf entfällt. Das teilte Martin Kniesel von der Stadtverwaltung mit. Es werden keine Schulbusse fahren. Kinder, die doch zur Schule kämen, würden von Lehrern betreut.

Verl: Die Stadt teilt mit, dass der Unterricht ausfällt.  „Betroffen sind die Grundschulen Am Bühlbusch und Marienschule in Verl, die St.-Georg-Schule in Sürenheide, die beiden Standorte des Grundschulverbundes Kaunitz-Bornholte sowie das Gymnasium und die Gesamtschule. Das haben Vertreter der Stadt und der Schulen am Sonntag gemeinsam beschlossen. Auch der Schülerspezialverkehr (nicht Linienbusse) fällt aus. Eine Notfallbetreuung ist allerdings an allen Schulen gewährleistet“, schreibt die Stadt.

Ahlen: Feuerwehr ist vorbereitet auf Einsätze. Bislang ist alles ruhig. Nur ein paar heruntergefallene Äste wurden bislang beseitigt.

Zudem erklärte die Stadt am Sonntag, dass am Montag kein Schulunterricht stattfinden werde. Damit man einer Empfehlung des Kreises Warendorf. Ursprünglich war es ins das Ermessen der Eltern gestellt worden, ihre Kinder zur Schule zu schicken oder sie zu Hause zu lassen.

Herzebrock-Clarholz: Anruf von Bürgermeister Marco Diethelm. Er teilt der „Glocke“ mit, dass am Montag alle Schulen geschlossen bleiben. Es gibt keine Notfallbetreuung. Außerdem: Die Gelben Säcke und Mülltonnen werden am Montag nicht abgeholt. Wann die Abholung nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Die Wälder in Herzebrock-Clarholz dürfen ab Sonntag, 15 Uhr, nicht mehr betreten werden. Dieses Verbot gilt nach Angaben des Bürgermeisters so lange, bis die Gemeinde die Sperrung aufhebt.

Verl: Martin Wanders (Stadtbrandinspektor der Stadt Verl): „Wir als Feuerwehr und auch der Bauhof sind vorbereitet. Die Tanks sind voll, die Kettensägenblätter geschliffen und auch zwei Verler Firmen sind bereit, falls Bäume gerodet werden müssen.“ Am Nachmittag tagt in Verl der Krisenstab, um über die Schulen zu beraten. Um 15 Uhr wird eine Entscheidung bekannt gegeben.

Halle/Westfalen: Das Konzert von Andrea Berg in der OWL-Arena in Halle ist abgesagt worden. Andrea Berg schreibt auf ihrer Facebook-Seite: „Die Sicherheit aller Beteiligten steht aber immer über allem. Deshalb unterstütze ich nach den Wetterprognosen die Entscheidung der Behörden, unser Konzert aufgrund des Orkantiefs Sabine nicht stattfinden zu lassen.“ Das Konzert in der OWL-Arena Halle wird nicht nachgeholt. „Es gibt leider keinen Ersatztermin“, heißt es auf der Seite weiter. Fans erhalten den Kartenpreis an der Vorverkaufsstelle rückerstattet, wo diese die Tickets gekauft haben.

Beckum: Die Püttstadt zieht nach: Alle Schulen bleiben zu. Es werde sichergestellt, dass für alle eintreffenden Schüler eine Betreuung im Rahmen der Möglichkeiten angeboten wird. Dies gilt auch für die Betreuung in den Offenen Ganztagsschulen. Der Busverkehr für die Schülerinnen und Schüler findet wie gewohnt statt.

Sassenberg: Die Sekundarschule, St.-Nikolaus-Schule und die Johannesschule in Sassenberg sowie die Grundschule in Füchtorf überlassen den Eltern, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken oder nicht. „Sie entscheiden, ob der Schulweg für Ihre Kinder zumutbar und sicher ist“, teilte unter anderem Elisabeth Suer, Leiterin der Sekundarschule Sassenberg, mit.

Harsewinkel: An der Gesamtschule, dem Gymnasium und sämtlichen Grundschulen findet am Montag kein Unterricht statt. Das schreibt die Stadt auf ihrer Internetseite. Und weiter: „Falls Schüler zur Schule kommen, ist dort für Betreuung bis zur Abholung gesorgt, auch die Schulbuslinien fahren.“

Beckum/Ennigerloh: Vom Sturmtief Sabine sind nun auch die Handballer betroffen. Am Sonntagmittag wurden die Bezirksliga-Spiele des TV Beckum gegen Brambauer II sowie des TV Ennigerloh in Unna-Massen abgesagt, damit sich Spieler und Trainer beider Clubs gar nicht erst auf den Weg machen müssen.

Ennigerloh: Angesichts der Warnung vor schweren Sturm- und Orkanböen für die Region hat auch die Stadt Ennigerloh entschieden, dass am Montag an allen Schulen in der Kernstadt und den Ortsteilen der Unterricht ausfällt. Eine Betreuung von Kindern, die dennoch zur Schule gebracht werden, werde sowohl an den Grundschulen als auch an der Gesamtschule Ennigerloh-Neubeckum sichergestellt.

Warendorf: Per E-Mail hat am Sonntag um 11.47 Uhr die Stadtverwaltung Warendorf als Schulträger mitgeteilt, dass nicht nur an den weiterführenden schulen, sondern auch an den sieben Grundschulen im gesamten Stadtgebiet am Montag, 10. Februar, kein normaler Unterricht stattfinden wird. Da die Sicherheit von Kindern und ihren Eltern oberste Priorität habe, seien sich „die Warendorfer Schulleitungen weitestgehend einig“ in der generellen Absage des Unterrichts, sagt Udo Gohl, Schulexperte der Stadtverwaltung.

Kreis Soest: Die Schulen in Trägerschaft des Kreises bleiben geschlossen.

Rietberg: Auch in Rietberg bleiben die Schulen am Montag geschlossen. Betroffen sind die Grundschulen in Rietberg, Bokel, Neuenkirchen, Varensell, Westerwiehe und Mastholte sowie das Gymnasium und die Gesamtschule. Das haben Vertreter der Stadt und der Schulen am Sonntagvormittag gemeinsam beschlossen. Die Schulbusse fahren nicht.

Warendorf: Nach Rücksprache mit den Schulträgern haben weiterführenden Schulen in der Stadt Warendorf, das Gymnasium Laurentianum, das Mariengymnasium und die Gesamtschule, entschieden, dass am Montag aufgrund der angekündigten Unwetterlage kein Unterricht stattfindet. Auch am Paul-Spiegel-Berufskolleg des Kreises Warendorf in Warendorf sowie an der Bischöflichen Realschule (Johann-Heinrich-Schmülling-Schule, Warendorf) findet laut Mitteilung auf den Internetseiten kein Unterricht statt. Die Sicherheit und Unversehrtheit aller Schülerinnen und Schüler habe oberste Priorität, heißt es in den Mitteilungen. Bislang gibt es unterschiedliche Angaben aus den Grundschulen. Während die Overbergschule (Warendorf) den Unterricht ganz abgesagt hat, teilen die Bodelschwinghschule (Warendorf) und die Dechant-Wessing-Grundschule Hoetmar und die Everwordschule Freckenhorst auf ihren Homepages mit, dass der Unterricht wie gewohnt angeboten wird. Grundsätzlich sei es aber eine Entscheidung der Eltern, ob sie ihre Kinder zum Unterricht schicken. Nachteile entstünden durch das Fortblieben nicht.

Halle/Westfalen: Heute, Sonntag, soll Andrea Berg in der OWL-Arena in Halle spielen. Auf der Internetseite der Halle heißt es: „Wir befinden uns im permanenten Austausch mit dem Veranstalter und den Behörden. Dennoch möchten wir bereits jetzt darauf hinweisen, dass es zu Einschränkungen im Ausschank von Speisen und Getränken vor Ort kommen kann. Sobald uns weitere Informationen vorliegen, werden wir Sie zeitnah darüber in Kenntnis setzen.“

Oelde:  Am Montag findet in ganz Oelde an keiner Schule Unterricht statt. Wegen der amtlichen Wetterwarnung vor Sturm- und Orkanböen habe die Stadtverwaltung am Sonntagmorgen entschieden, dass am Montag an allen Schulen in städtischer Trägerschaft, also an sämtlichen Grundschulen in Oelde, Lette und Stromberg sowie an der städtischen Gesamtschule und am Oelder Thomas-Morus-Gymnasium kein Unterricht stattfindet. Dies Entscheidung habe man getroffen, weil weder ein sicherer Schulweg noch ein gefahrloser Aufenthalt auf den Schulgeländen garantiert werden könne. Es findet auch kein Schülertransport mit Bussen statt. Für Kinder, die zuhause nicht betreut werden können oder für jene, die Informationen nicht erhalten, wird der Stadt zufolge eine Betreuung in den Schulen sichergestellt. Diese Kinder müssten von den Eltern in die Schule gebracht und abgeholt werden.

Ahlen/Gütersloh/Wiedenbrück: Die Spiele von RW Ahlen, SC Wiedenbrück und FC Gütersloh in der Fußball-Oberliga sind abgesagt worden.

Wadersloh: Ein Motorradfahrer ist nach Angaben der Polizei Warendorf im Bereich Wadersloh gegen einen umgestürzten Baum gefahren und dabei gestürzt. Die Beifahrerin wurde bei dem Ufnall verletzt. Nach gemeinsamer Absprache mit den weiterführenden Schulen, dem Grundschulverbund Wadersloh und der Gemeinde Wadersloh bleiben alle Schulen aufgrund der Sturmwarnung am Montag, 10. Februar, geschlossen.

Oelde: Die Stadt Oelde hält angesichts der Sturmwarnung den Vier-Jahreszeiten-Park am Sonntag und am Montag geschlossen. Darüber hinaus sind das Jahnstadion in Oelde sowie die Sportplätze in den Ortsteilen Lette, Stromberg und Sünninghausen an beiden Tagen gesperrt. Die Organisatoren der Oelder Hochzeitsmesse, die am Sonntag ab 11 Uhr in der Oelder Innenstadt im Brauhaus sowie in einem Festzelt stattfinden sollte, haben diese Veranstaltung ebenfalls abgesagt.

Harsewinkel: Die Leiterin der Kardinal-von-Galen-Schule, Monika Scharf, schreibt: Wir empfehlen, dass Ihre Kinder am Montag nicht zur Schule kommen. Für eintreffende oder bereits schon anwesende Schülerinnen und Schüler ist eine Betreuung gewährleistet, bis diese wieder gefahrlos den Heimweg antreten und zu Hause wieder betreut werden können. Das gilt auch für die Löwenzahnschule.

V erl: „Die Feuerwehr, der Bauhof, die Stadt Verl und die Schulen sind vorbereitet“, schreibt der Verler Bürgermeister Michael Esken auf Facebook.

Kreis Gütersloh: Gegen Mittag tagen in verschiedenen Kommunen des Kreises Krisenstäbe, die darüber beraten, ob die Schulen am Montag geöffnet werden.

Gütersloh: Die Stadt Gütersloh hat mit den am Freitag noch erreichbaren Schulleitungen der Schulen in städtischer Trägerschaft, mit dem Evangelisch Stiftischen Gymnasium sowie mit den beiden Sprechern der Leitungen der Grundschulen folgende Empfehlung ausgesprochen: Eltern sollten ihre Kinder am Montag nach Möglichkeit zuhause zu lassen.

Rheda-Wiedenbrück: Mit Stand 15.45 Uhr ist es im Stadtgebiet Rheda-Wiedenbrück bisher zu einem sturmbedingten Einsatz gekommen. An der Batenhorster Schildstraße ist ein Baum auf die Straße gefallen. Der Löschzug Batenhorst rückte aus, um den Baum zu beseitigen.

Aufgrund der Orkanwarnung des Deutschen Wetterdienstes hat auch die Stadt Rheda-Wiedenbrück in enger Abstimmung mit den Schulleitungen am Sonntag beschlossen, dass die Schulen der Stadt am Montag geschlossen bleiben. Die Stadt rät allen Eltern in Anlehnung an die Empfehlung des Kreises Gütersloh ebenso aus Sicherheitsgründen ihre Kinder nicht in die Schulen oder in die Kindertageseinrichtungen zu bringen.

Das schreibt der Deutsche Wetterdienst: Ab Sonntagnachmittag erfasst das Sturmfeld eines Orkantiefs über der Nordsee Deutschland. Verbreitet werden Sturmböen und schwere Sturmböen (bis 100 km/h) erwartet. Mit Kaltfrontpassage und in Verbindung mit Gewittern sind in der Nacht zum Montag, orkanartige Böen (um 110 km/h) und Orkanböen (um 120 km/h) wahrscheinlich. Diese Vorabinformation weist auf eine potentielle Unwetterlage hin. Akute Wetter/Unwetterwarnungen werden zeitnah herausgegeben.

Liebe Leserinnen und Leser, aufgrund der Orkan-Wetterlage kommt es am heutigen Montag zu Verspätungen und teils zu Ausfällen bei der Zeitungszustellung. Wir bitten um Ihr Verständnis. Unser e-paper, die 1:1-Abbildung der gedruckten Zeitung im Internet, ist heute für Sie frei zugänglich.

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