Waffen geschmuggelt: Haftstrafe
Ein Mitarbeiter eines Sportwaffenherstellers in Arnsberg hat Pistolen in Einzelteilen aus der Fertigung geschmuggelt und über einen Zwischenhändler auf dem Schwarzmarkt verkauft. Jetzt ist der 48-Jährige zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden.

 Der frühere Mitarbeiter beim Pistolenbauer Umarex hatte nach Überzeugung des Landgerichts Arnsberg aus den geschmuggelten Teilen zuhause rund 100 Pistolen zusammengebaut und dann zu Preisen um die 250 bis 350 Euro pro Pistole verkauft. Den Aufkäufer der Waffen – einen Zwischenhändler aus Menden im Sauerland – verurteilte die Kammer zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten. Zwei weitere Abnehmer aus Hagen kamen mit Bewährungsstrafen davon. Die höchste Strafe im Prozess bekam ein 26-Jähriger aus Hagen mit acht Jahren. Er hatte sich zusätzlich zu dem Waffenhandel auch des bewaffneten Drogenhandels schuldig gemacht. Seit 2015 habe der Ex-Mitarbeiter Bauteile und Konstruktionszeichnungen für Waffen vom Gelände geschmuggelt, erklärte die Kammer des Landgerichts. In der heimischen Werkstatt habe er sie dann zu schussfähigen Pistolen montiert. Der Mann hatte die Taten gestanden und auch seinen Abnehmer benannt.

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