Weitere Anklage im Missbrauchsfall Münster
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Eine inzwischen abgerissene Laube in der Kolonie ist einer der Tatorte des vermutlichen Haupttäters im Missbrauchsfall Münster.
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Er soll im August 2019 einen damals neunjährigen Jungen in einer Wohnung in Münster missbraucht haben.

Bei dem Kind handelt es sich laut Anklage um das Kind der Lebensgefährtin eines anderen Beschuldigten im Missbrauchsfall Münster. Mehrere Beschuldigte sollen über Jahre hinweg Kinder vergewaltigt und über das Internet angeboten haben. Einer der Tatorte soll eine mittlerweile abgerissene Gartenlaube im Norden von Münster sein.

Wohnung der Mutter als Tatort

Tatort im Fall des 53-Jährigen soll laut Mitteilung die Wohnung der Mutter eines Beschuldigten sein. Sie soll bei dem Missbrauch nicht vor Ort gewesen sein. Der Mann aus Norderstedt habe die Vorwürfe eingeräumt und sitze derzeit in Untersuchungshaft. Weil an seinem Arbeitsplatz ein geladener Luftdruckrevolver, zwei Schlagringe und ein Teleskopschlagstock gefunden wurden, sind auch Verstöße gegen das Waffengesetz angeklagt.

Über Zulassung noch nicht entschieden

Anfang September hatte die Staatsanwaltschaft Münster über die ersten fünf Anklagen im Missbrauchsfall Münster berichtet. Darunter sind der Hauptbeschuldigte und seine 45 Jahre alte Mutter aus Münster. Über die Zulassung der Anklage muss jetzt das Landgericht Münster entscheiden. Nach Lügde und Bergisch Gladbach ist Münster der dritte große Missbrauchsfall der vergangenen Jahre in Nordrhein-Westfalen.

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