Windradflügel durchbohrt Führerhaus
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Bei einem Auffahrunfall auf der A33 bei Bielefeld ist ein Windradflügel von einem Schwertransporter gerutscht und hat am Dienstagmorgen massive Verkehrsbehinderungen ausgelöst.
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Obwohl die Kabine bei dem Unfall am Dienstag komplett zerstört wurde, erlitt der 61-jährige Fahrer aus Herzebrock-Clarholz nur leichte Verletzungen.

Unfall gegen 5 Uhr morgens

Zu dem Unfall war es am Morgen gegen 5 Uhr gekommen. Der mit dem 62 Meter langen Flügel beladene Schwertransporter aus Bremerhaven wollte gerade an der Anschlussstelle Senne die Autobahn 33 verlassen, als der Lastwagen des 61-Jährigen aus noch ungeklärter Ursache gegen das Begleitfahrzeug stieß. Bei einem anschließenden Ausweichmanöver fuhr er auf die Spitze des Windradflügels auf.

Der Flügel wurde vom Transporter geschoben, schwenkte mit der Spitze auf die Gegenfahrbahn und kam schließlich quer zur Fahrbahn zum Liegen. Auf der Gegenfahrbahn prallte ein Lastwagen dagegen. Dessen 46 Jahre alter Fahrer aus Bielefeld wurde schwer verletzt und kam ins Krankenhaus.

Ein weiteres Auto prallte mit dem Dach gegen den Flügel, der 37-Jährige Fahrer blieb aber unversehrt, wie die Polizei Bielefeld berichtete. Eine Polizeisprecherin sprach von insgesamt mehr als 520.000 Euro Sachschaden.

Die Bergung des zerstörten Flügels gestaltete sich nach Angaben der Polizei schwierig. Er wurde von einer Spezialfirma in kleinere Teile zersägt werden, stand aber unter Spannung. Die Vollsperrung der A33 dauerte insgesamt 14 Stunden lang an und wurde erst gegen 19.30 Uhr wieder aufgehoben.

Der Lastwagen hatte den Flügel eigentlich in einen Windpark in Bielefeld-Eckardtsheim bringen wollen. Die Autobahn wurde zwischen dem Autobahnkreuz Bielefeld und der Anschlussstelle Senne in beide Richtungen gesperrt, es kam zu kilometerlangen Staus.

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