Ikone Defender kann jetzt auch Straße
Bild: Land Rover
„Der Defender für ein neues Zeitalter“ (LR-Chefdesigner Garry McGovern): Einige optische Merkmals des Geländewagen-Klassikers wurden aber übernommen. Wie zum Beispiel die runden Scheinwerfer oder die kurzen Überhänge vorne und hinten.
Bild: Land Rover

Diese hatten die Briten auf der IAA im September präsentiert und wie erwartet auch kritische Stimmen vernehmen müssen. „Ist das noch ein Defender?“ fragten die Kritiker, zumeist erklärte Liebhaber des Klassikers, der sich in den gut 70 Jahren seiner Bauzeit rein äußerlich kaum verändert hatte und auch technisch auf dem Stand von „anno dazumal“ stehengeblieben war. Land Rover wagte unter alter Modellbezeichnung den längst überfälligen Sprung ins 21. Jahrhundert. Designdirektor Garry McGovern bringt es recht treffend auf den Punkt: „Der neue Defender erweist der Vergangenheit Respekt, aber er lässt sich nicht von ihr fesseln. Er ist ein neuer Defender für ein neues Zeitalter.“ In dieses wurden rein äußerlich dann auch einige klassische Defender-Merkmale übernommen. Die runden Scheinwerfer zum Beispiel, das eckige Erscheinungsbild, die kurzen Überhänge vorne und hinten oder das steilgerade Heck mit dem außen angebrachten Reserverad fehlen auch beim Neuen nicht. Wie beim Alten wird es zwei Karosserievarianten geben, den kürzeren Defender 90 (ab Herbst und 49 700 Euro) und den immerhin fünf Meter langen Defender 110, der im Frühjahr zu Preisen ab 55 600 Euro auf die Straßen kommen wird. Serienmäßig mit Luftfederung (der 90er mit Stahlfederung) und damit so völlig anders als der bisherige Defender, dessen antiquierter Leiterrahmen zusammen mit den Starrachsen endgültig Geschichte ist. Genauso wie laute Motoren- und Windgeräusche sowie das Gestühl, das alles andere als langstreckentauglich war. Kurzum: Der neue Defender kann alles (und vieles noch besser), was der bisherige im Gelände konnte, er kann aber vor allem endlich Straße. Außerdem 3,5 Tonnen an den Haken nehmen, und im Stehen bis zu 300 Kilogramm aufs Dach (es gibt im Zubehör ein Aufbauzelt). Er bietet bis zu fast 2000 Liter Ladevolumen, auf Wunsch einen dritten Sitzplatz vorne, und insgesamt Platz für sieben. Auf die ersten Fahreindrücke Anfang des Jahres darf man gespannt sein

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