Mazda auch beim „2er“ auf eigenen Wegen
Bild: Mazda
Der Mazda2 ist nicht mehr der Jüngste im Kleinwagensegment, sieht aber alles andere als alt aus. Zur Lebensmitte erhielt er eine andere Frontpartie (unter anderem sind Kühlergrill und Scheinwerfer neu).
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 Nur zehn Prozent der Kunden entscheiden sich für die schwächere Version des 1,5-l-Vierzylindersaugers. 75 PS und 135 Nm Drehmoment sowie die „Sprint“-Leistung von 11,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sind offensichtlich nicht das, was sich ein Mazda2-Käufer wünscht. Allerdings liegt es auch daran, dass es den Basismotor nur in Verbindung mit der Basisausstattung gibt.

Also schaut man sich besser gleich die Ausführung mit 90 PS und 148 Nm an, die sich auf Wunsch in 9,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und anschließend auf bis zu 183 km/h beschleunigen lässt. Sie findet sich in der schon einiges bietenden „Center-Line“ ab 16 390 Euro in der Preisliste. Mindestens 20 090 Euro (dann in der noch besseren Exclusive-Line) muss investieren, wer einen Mazda2 mit Automatik fahren möchte.

Wie bei den Motoren (Mazda setzt auf Sauger und Vierzylinder statt wie viele Mitbewerber auf Dreizylinder-Turbos), geht der zweitgrößte japanische Hersteller auch hier eigene Wege. Während die Konkurrenz stufenlose CVT- oder Doppelkupplungsgetriebe anbietet, ist bei Mazda eine Wandlerautomatik zu haben. Und die ist durchaus empfehlenswert, erspart sie dem Fahrer doch das ansonsten ständig notwendige Herunterschalten – die 90 PS und vor allem die nur 148 Nm Drehmoment (da fehlt die Turbounterstützung) fordern halt ihren Tribut. Dabei verrichtet das 1,5-l-Triebwerk seinen Dienst aber angenehm leise, der Mazda2 ist gut gedämmt und im Innenraum für ein Fahrzeug seiner Klasse ausgesprochen gut verarbeitet.

Die Oberflächen sind alle weichgeschäumt, die Sitze erfreulich straff, die Oberschenkelauflage dürfte – wie immer bei Kleinwagen – gerne etwas länger sein.

 Das Platzangebot selber geht in Ordnung, das Kofferraumvolumen (die viel zu kleine Öffnungstaste der Heckklappe ist einer der wenigen Schwachpunkte des Autos) mit 250 bis 950 Litern auch.

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