Nissans Juke geht in die zweite Runde
Bild: Staubach
Die neue und nach zehn Jahren erst zweite Generation des Nissan Juke.
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Und die kommt spät. Denn zehn Jahre lang läuft heute eigentlich kein Modell mehr von den Bändern. Die erst zweite Auflage des japanischen SUV im B-Segment bringt alles mit, um die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben – optisch, in Sachen Verarbeitungsqualität und bei der Serienausstattung. Der Juke wurde 7,5 Zentimeter länger (jetzt 4,21 Meter), der Radstand wuchs um gleich elf Zentimeter auf 2,65 Meter, was vor allem mehr Platz für die Passagiere in der zweiten Sitzreihe bringt. Das Kofferraumvolumen stieg um 20 Prozent auf 422 bis 1088 Liter, das Gepäckabteil lässt sich zudem wegen der jetzt zweigeteilten Rückleuchten besser beladen.

Bereits in der Basisausstattung (ab 18 990 Euro) bietet der Juke Klimaanlage, LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent, elektrische Fensterheber und Verkehrszeichenerkennung. Digitale Instrumente sind allerdings nicht zu bekommen. Recht übersichtlich ist indes das Motorenangebot, besteht es doch nur aus dem 1,0-l-Dreizylinder-Turbobenziner mit 117 PS und 180 Nm Drehmoment. Damit geht es in nicht gerade rekordverdächtigen 10,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und auf bis zu 180 km/h. Der Normverbrauch (5,9 l/100 km nach WLTP) kann sich sehen lassen.

Empfehlenswert ist das sehr gut zur Charakteristik des Triebwerks passende 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das es allerdings erst in Verbindung mit dem zweiten Ausstattungsniveau und deshalb erst ab 22 590 Euro gibt. Allradantrieb wird – anders als in der ersten Generation – nicht mehr angeboten. Nissan hat die Torsionssteifigkeit deutlich erhöht, der Juke nimmt Gullideckel und Querfugen sehr viel gelassener, das Fahrwerk stellt einen guten Kompromiss aus Sportlichkeit und Komfort dar. Die Frage nach einer Sportversion Nismo (das bisherige Modell ging mit 200 PS an den Start) lässt Nissan Deutschland vorerst unbeantwortet.

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